Matthias Aeschbacher verpasst den Coup

Matthias Aeschbacher schwingt beim «Nordwestschweizerischen» ausgezeichnet, muss sich aber im Schlussgang Martin Hersche (NOS) geschlagen geben.

Matthias Aeschbacher schwang zwar hervorragend, trotzdem reichte es nihct zum Festsieg.

Matthias Aeschbacher schwang zwar hervorragend, trotzdem reichte es nihct zum Festsieg.

(Bild: Keystone)

Als Gastschwinger ein Teilverbandsfest zu gewinnen, gilt als hohe (Schwinger-)Kunst und ist entsprechend selten. Matthias Aeschbacher erarbeitete sich am Sonntag in Therwil die Gelegenheit, diesen Coup zu bewerkstelligen. Der 25 Jahre alte Emmentaler aus Rüegsauschachen schwang beim «Nordwestschweizerischen» hervorragend: Er reihte fünf Siege aneinander, bezwang mit Nick Alpiger und David Schmid zwei «Eidgenossen» und erreichte souverän den Schlussgang.

Dort stand ihm der Nordostschweizer Martin Hersche gegenüber – und letztlich vor der Sonne: Hersche bodigte den Berner nach dreieinhalb Minuten mittels Brienzer und konnte sich vor 5000 Zuschauern als Sieger feiern lassen. Aeschbacher hatte es zuvor in zwei Anläufen verpasst, seinerseits mit seinem Paradeschwung Innerer Haken die Entscheidung herbeizuführen.

Der Blick auf die Ranglistenspitze belegt die Dominanz der Gästeathleten: Zwischen Sieger Hersche und dem drittklassierten Aeschbacher reihte sich der Innerschweizer Joël Wicki ein, der nach seiner Fussverletzung ein starkes Comeback zeigte. Für Hersche war es der erste Kranzfestsieg. Der 27 Jahre alte Appenzeller «Eidgenosse» hatte bereits auf dem Brünig stark geschwungen; damals endete der Vergleich mit Aeschbacher gestellt.

Der Emmentaler holte am Sonntag zwar seinen bereits neunten Saisonkranz, verpasste aber nach dem Triumph am «Freiburger Kantonalen» den zweiten Sieg in diesem Jahr, der gemessen an der Bedeutung den Karrierehöhepunkt bedeutet hätte. «Mit meiner Leistung bin ich grundsätzlich zufrieden», sagte Aeschbacher, «aber den zwei verpassten Chancen im Schlussgang traure ich nach.»

Orlik erbt im Wallis

Neben Aeschbacher stand in Therwil mit Ruedi Roschi ein zweiter Berner im Einsatz. Der Oberländer musste im letzten Gang gegen den kräftigen Patrick Räbmatter antreten und verpasste nach der Niederlage den Kranz. Grund zur Freude gab es für den Berner Verband derweil in Collombey. Beim «Walliser Kantonalen» führte der gestellte Schlussgang zwischen Ivan Mollet und Marc Gottofrey dazu, dass zwei andere Schwinger den Festsieg erbten.

Curdin Orlik, der seit dieser Saison für den BKSV antretende Bruder von Armon Orlik, und Michel Dousse zogen punktemässig am Duo vorbei. Für Orlik, den Bündner in Berner Diensten, war es der zweite Triumph im Wallis nach 2014.

Berner Zeitung

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