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Ohne Steingruber wartet ein hartes Stück Arbeit

Eigentlich sollte die Hürde kein Problem sein. Eigentlich. Die Top 24 müssen die Schweizer Kunstturnerinnen Ende Oktober an der WM in Doha erreichen, um weiter im Olympiarennen zu bleiben und auch in einem Jahr in Stuttgart mit einem Team an der Weltmeisterschaft starten zu können. Dann werden die letzten Plätze für Tokio 2020 vergeben. Vor 19 Jahren verpassten die Schweizer Frauen die besten 24 letztmals. Doch mit der Verletzung von Giulia Steingruber änderten sich die Vorzeichen. In Katar wird die St. Gallerin auch als Teamleaderin fehlen, vor allem aber als jene Turnerin mit dem klar höchsten Notentotal. Nur schon die zweitbeste Schweizerin, die Tessinerin Ilaria Käslin, verliert im Normalfall zwischen drei und fünf Punkte auf Steingruber – bis zu 10 Prozent. Dahinter ist das Gefälle noch grösser.

Nationaltrainer Fabien Martin hatte unmittelbar nach Steingrubers Verletzung angekündigt, dass auf sein Team nun ein hartes Stück Arbeit warte und für die Klassierung unter den Top 24 ein fehlerloser Wettkampf nötig sei. Ein Quervergleich deutet zumindest an, wie eng es werden könnte: Zieht man sämtliche kontinentalen Titelkämpfe in diesem Jahr in Betracht, reichten die 149,663 Punkte des Schweizer Teams an der EM in Glasgow im weltweiten Vergleich exakt für den 24. Rang. Noch hinter Kuba und Ägypten, aber vor den Rumäninnen. Allerdings fehlte in Glasgow neben Steingruber auch die Zürcherin Lynn Genhart.

Deshalb ist Steingruber weiterhin zuversichtlich. «Ich sehe sie jeden Tag hart arbeiten, und sie kämpfen um jeden Zehntel», sagt sie über ihre Teamkolleginnen und fügt an: «Wenn sie an sich glauben und so stabil turnen wie zuletzt, bin ich überzeugt, dass sie es schaffen.» (wie)

Schweizer Aufgebot für die WM in Doha (25. Oktober bis 3. November). Männer: Christian Baumann (23/Leutwil), Pablo Brägger (25/Oberbüren), Benjamin Gischard (22/Herzogenbuchsee), Oliver Hegi (25/Schafisheim), Taha Serhani (23/Winterthur), Eddy Yusof (23/Bülach). – Nationaltrainer: Bernhard Fluck. Frauen: Caterina Barloggio (22/Riazzino), Ilaria Käslin (20/Sagno), Leonie Meier (15/Schneisingen), Stefanie Siegenthaler (20/Bertschikon), Anina Wildi (15/Schafisheim). – Ersatz: Fabienne Studer (17/Thun). – Nationaltrainer: Fabien Martin.

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