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Rasche Rettung

Der UHC Thun ist gerettet: Die Oberländer entscheiden die Ligaqualifikation gegen Floorball Thurgau mit 4:0 Siegen für sich. Den Nervenkitzel zum Saisonende gelte es künftig ­unbedingt zu verhindern, sagt Captain Jonas Wettstein.

Jonas Wettstein machte in der Ligaqualifikation gegen Floorball Thurgau den Unterschied aus.
Jonas Wettstein machte in der Ligaqualifikation gegen Floorball Thurgau den Unterschied aus.
Markus Grunder

Ende gut, alles gut. Tosender Applaus brandet durch die MUR-Halle. Nach dem 9:7-Sieg über Floorball Thurgau, dem vierten Erfolg in der Ligaqualifikation, ist klar: Der UHC Thun wird auch nächste Saison in der NLA spielen. Am Samstag hatten die Oberländer bei den unterklassigen Ostschweizern bereits 10:5 gewonnen, damit für die Vorentscheidung gesorgt. «Mir fällt ein riesiger Stein vom Herzen», hält Jonas Wettstein fest.

Es lag nicht zuletzt am Captain, konnten die Thuner eine weitere Reise in die Ostschweiz verhindern. Drei Treffer steuerte Wettstein am Sonntag zum Erfolg bei, war Antreiber und Aktivposten in den Reihen der Oberländer; bereits am Vorabend hatte er mit vier Toren für den Unterschied gesorgt.

«Wir wussten, dass wir sie schlagen können», meint Wettstein, «weil wir das bessere Team waren.» Nun, am Sonntag war dies nicht immer so klar ersichtlich. Zur ersten Pause führte Thurgau 4:2, nach dem Seitenwechsel gingen die Gäste – in Unterzahl – gar mit drei Treffern in Front.

Doch weil Wettstein noch im selben Powerplay das 3:5 erzielte, unmittelbar vor der zweiten Pause Maurice Thomas der Anschlusstreffer gelang, hielten die Thuner den Schaden in Grenzen. Und spätestens nach dem Doppelschlag durch Wettstein und Reto Graber (55.) zum 7:5 war der UHCT auf Kurs.

Umbruch und Aufbruch

Zum zweiten Mal in Folge haben die Oberländer damit eine Ligaqualifikation erfolgreich gestaltet. In der Vorsaison hatten sie die Klasse gegen Sarnen gehalten. «Es geht in einer solchen Serie schlicht um Sein oder Nichtsein», meint Wettstein. «Wir müssen alles dafür tun, dass wir das künftig vermeiden können.»

Nun steht der UHC Thun vor einem kleineren Umbruch. Ryan Winkler, Raphael Stoll und Roman Stauffer hören auf, Marcel Straubhaar wechselt nach Finnland; dazu verlässt Trainer Andreas Lindström das Oberland. Dafür stossen Torhüter Sven Körner (Köniz) sowie die Verteidiger Simon Meier (Langenthal-Aarwangen/NLB) und Romain Beaud (Deitingen/1. Liga) zum UHC Thun. Der Verein setzt vorwiegend auf die eigene Jugend, nicht zuletzt, weil er mit bescheidenen finanziellen Mitteln agieren muss.

«Wir sind ein NLA-Team, aber noch kein NLA-Verein.»

Sportchef Philipp Gasser

Und doch ist Sportchef Philipp Gasser daran, noch einen erfahrenen NLA-Stürmer zu verpflichten. Dies auch, weil keine neuen Ausländer engagiert werden; entweder bleiben Matti Taurama und Johan Börjegren, oder sie werden nicht ersetzt. Überdies verhandelt Gasser mit diversen Kandidaten für das Traineramt, derzeit sieht es nach einer Schweizer Lösung aus.

«Wir sind ein NLA-Team, aber noch kein NLA-Verein», hält Gasser fest. In der Stadt ist der UHC nach dem FC Thun, Wacker und dem EHC nur die Nummer vier, weshalb der Sportchef von einem «harten Pflaster» spricht. Die Unihockeyaner wollen nun ihr Netzwerk ausbauen, sie suchen Partner, um den Verein finanziell breiter abzustützen.

«Eine Playoff-Qualifikation würde diesbezüglich guttun, das gäbe im ganzen Umfeld zusätzlichen Schub», sagt Gasser. Vorerst allerdings muss das Ziel weiterhin Liga­erhalt heissen. «Das ist das Mindeste», meint der Sportchef.

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