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Rekord am Ironman auf Hawaii

Der Australier Craig Alexander absolvierte den berüchtigten Parcours in etwas mehr als acht Stunden – schneller als jeder andere vor ihm. Drei Schweizer schafften es in die Top 6.

Dritter Sieg auf Hawaii: Craig Alexander.
Dritter Sieg auf Hawaii: Craig Alexander.
Keystone

An der Ironman-WM auf Hawaii erzielten Caroline Steffen, Karin Thürig und Mike Aigroz die Topresultate aus Schweizer Sicht. Die Vorjahres-Zweite Steffen belegte Platz 5, der überraschende Mike Aigroz und Karin Thürig kamen jeweils auf Rang 6. Der Australier Craig Alexander sorgte in 8:03:56 Stunden für einen Streckenrekord und feierte seinen dritten Hawaii-Triumph. Der Australier Pete Jacobs und der Vorjahres-Zweite Andreas Raelert aus Deutschland vervollständigten das Podest.

Der 33-jährige Waadtländer Aigroz rettete mit seiner Klassierung die Schweizer Ehre bei den Männern. Denn die beiden eigentlichen Hoffnungsträger, Ronnie Schildknecht und Mathias Hecht, gaben das Rennen wie mehrere andere Top-10-Anwärter auf. Aigroz feierte mit Platz 6 am bedeutendsten Ironman den grössten Erfolg seiner Karriere. «Ein solches Abschneiden auf Hawaii war immer mein grosses Ziel. Jetzt ist es vollbracht», sagte er.

Aigroz hatte bei seinen ersten beiden Auftritten in Hawaii keine Rolle bei der Vergabe der Preisgelder gespielt. Nun kassiert er wie Thürig 12'500 Dollar. Aigroz hatte erst im Nachsitzen den Cut für die diesjährige Ironman-WM-Qualifikation geschafft.

Bereits zum vierten Mal nach ihrem Hattrick von 2007 bis 2009 siegte bei den Frauen die Britin Chrissie Wellington. Sie verwies die australische Vorjahressiegerin Mirinda Carfrae, die ihren eigenen Marathon-Rekord in Kona um eine Minute auf 2:52:09 Stunden verbesserte, allerdings nur um zweieinhalb Minuten auf Platz 2. Dritte wurde Leanda Cave (Gb).

Steffen schnupperte am Sieg

Die Vorjahres-Zweite Caroline Steffen, die für ihren 5. Rang ein Preisgeld von 15'000 Dollar erhält, übernahm bei den Frauen nach dem ersten Drittel der Laufstrecke gar die Führung, büsste dann aber wegen einer Schwächephase auf dem Weg zum Energy Lab noch einige Plätze ein. Im Ziel klappte Steffen nach ihrem unermüdlichen Kampfgeist im Dreikampf der Qualen zusammen. «Ich habe alles versucht, um zu gewinnen. Leider ist es auf den letzen zehn Kilometern nicht aufgegangen. Doch ich werde es wieder versuchen.» Steffen hatte im abgelaufenen Jahr wegen einer Verletzung am rechten Fuss vom Januar an bis Mitte Jahr kein geregeltes Lauftraining absolvieren können.

Thürig drückte Radrekord erneut

Die 39-jährige Luzernerin Karin Thürig egalisierte mit Platz 6 ihr Topresultat aus den Jahren 2003 und 2010 und setzte damit einen würdigen Schlusspunkt unter ihre eindrucksvolle Karriere als Multisportlerin. Zudem verbesserte sie ihren eigenen Streckenrekord auf dem Rad dem Vorjahr nochmals um vier Minuten auf 4:44:19 Stunden.

«Besonders schön war für mich, dass ich im eigentlich nicht wunschgemäss verlaufenen Schwimmen erstmals Delfine gesehen habe», sagte Thürig, die den Marathon in 3:13:31 Stunden und damit ebenfalls in persönlicher Ironman-WM-Bestzeit beendete. Thürig wird nun zusammen mit ihrem Freund Pascal noch eine Woche Ferien auf Maui anhängen.

Die sechsfache Ironman-Weltmeisterin Natascha Badmann belegte bei den Frauen den respektablen 14. Platz. Damit beendete die 44-jährige Veteranin erstmals nach 2006 (Platz 10) wieder die Ironman-WM. 2007 war sie auf Big Island an der Ironman-WM im Radfahren schwer gestürzt. Die Karriere der «Queen of Kona» hatte aufgrund der langwierigen Schulterverletzungen auf der Kippe gestanden. Doch mit bemerkenswertem Willen kämpfte sich Badmann in die erweiterte Weltspitze zurück. Bei ihren ersten beiden Auftritten auf Hawaii nach dem Unfall hatte sie jeweils im Laufen aufgeben, im letzten Jahr war sie wegen Pfeifferschem Drüsenfieber gar nicht erst auf die Pazifikinsel gereist.

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