Rugbyspieler renkt sich selber Kniescheibe ein

Joe Westerman beweist, wie übel eine Verletzung sein kann, wie man sie sogleich beheben und auch noch weiterspielen kann.

Rugyspieler Joe Westerman ist ein harter Hund. (Video: Twitter/Betfred Super League)

Ein britisches Sprichwort besagt : «Football is a gentleman’s game played by ruffians and rugby is a ruffian’s game played by gentlemen – Fussball ist eine von Raufbolden gespielte Gentleman-Sportart und Rugby ist eine von Gentlemen gespielte Raufbold-Sportart.» Was das Sprichwort aber nicht erläutert, ist, dass Rugbypsieler harte Hunde sind. Beispiel gefällig?

Joe Westerman wird im Super-League-Derby zwischen seinem Hull FC und den Hull Kingston Rovers von zwei Gegnern getackelt, also zu Boden gerungen. Dabei springt dem 29-Jährigen unglücklicherweise die Kniescheibe aus dem Gelenk. Westerman schreit auf. Doch anstatt am Boden zu liegen und sich vor Schmerzen zu krümmen, legt er lieber selber Hand an.

«Ein Sport für Gladiatoren»

Er schlägt sich die Kniescheibe wieder in die richtige Position. Und was noch erstaunlicher ist: Westerman spielt die Partie zu Ende, verliert mit Hull aber 10:18. «Ich schaute auf mein Bein und sah, dass die Kniescheibe draussen war, also schlug ich sie wieder rein. Es waren nicht wirklich kaum auszuhaltende Schmerzen», sagte er. Und fügt an: «Ich habe mich mehr erschrocken als sonst etwas, denn es schaute wirklich komisch aus.»

Westerman wurde von allen Seiten Respekt gezollt. So schrieb sein Gegenspieler Thomas Minns auf Twitter: «Du kannst vielleicht so hart wie Mike Tyson sein, aber du kannst niemals so hart wie Joe Westerman sein. Oh mein Gott!»

Westermans Coach Lee Radford schmunzelte an der Pressekonferenz nach dem Spiel und sagte, das passiere seinem Spieler öfter: «Die Kniescheibe ist jetzt echt schon ein paar Mal rausgesprungen. Er braucht da mal ein paar Bänder.» Und Radford erklärte auch sogleich, weshalb er Westerman nicht auswechselte: «Das ist ein Sport für Gladiatoren, und wir hatten keinen Wechsel mehr frei, also musste er im Spiel bleiben.»

hua

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