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«Russland hat gegen alle Regeln verstossen»

Matthias Kamber, Direktor von Antidoping Schweiz spricht über die Hackerattacke der Fancy Bears, kritisiert das IOC und skizziert, wie seiner Meinung nach die Doping­bekämpfung international organisiert sein müsste.

Klare Worte. «Was der norwegische Langläufer Martin Johnsrud Sundby gemacht hat, ist für mich Doping, keine Fehlinterpretation», sagt der Berner Matthias Kamber.
Klare Worte. «Was der norwegische Langläufer Martin Johnsrud Sundby gemacht hat, ist für mich Doping, keine Fehlinterpretation», sagt der Berner Matthias Kamber.
Andreas Blatter

Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie vernahmen, dass wegen der Whistleblowerin Julia Stepanowa die Datenbank der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada gehackt worden war?Matthias Kamber: Wir von Antidoping Schweiz hatten in der Vergangenheit aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nur sehr zögerlich Daten in das Wada-System eingegeben. Seit Anfang Jahr sind wir verpflichtet, deshalb laden wir zum Beispiel die Formulare mit den TUE (medizinische Ausnahmebewilligungen; die Redaktion) hoch. Aber ich fand die Sache immer heikel.

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