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Saisonende für Kilian Wenger

Kilian Wenger beendet seine Saison vorzeitig. Der Schwingerkönig zieht aus Verletzungsgründen seine Teilnahme am «Kantonalen» und auf der Schwägalp zurück.

Saisonende: Kilian Wengers Heilungsprozess verzögert sich.
Saisonende: Kilian Wengers Heilungsprozess verzögert sich.
Andreas Blatter

Gestern Mittwoch erfolgte die Bestätigung dessen, was sich in den vergangenen Wochen abgezeichnet hatte: Kilian Wenger wird in dieser Saison keinen Wettkampf mehr bestreiten. Der Schwingerkönig erlitt im Juni beim Bergkranzfest am Schwarzsee eine Verletzung am rechten Ellbogen, zerrte sich die Seitenbänder und den Streckmuskel. Die Ärzte erwähnten eine Pause von drei bis sechs Wochen, wobei sich der 22-Jährige natürlich die minimale Genesungszeit erhoffte. Immer wieder wurde er in letzter Zeit nach seinem körperlichen Befinden gefragt, und immer wieder musste er mit leicht gequältem Blick antworten: «Es geht so.»

Er hat zwar mittlerweile seine Arbeit als Zimmermann wieder aufgenommen, verspürt aber weiterhin Schmerzen und kann den rechten Arm nicht problemlos strecken. Zu Beginn dieser Woche wollte es Wenger im Schwingkeller versuchen; wollte endlich wieder zusammengreifen, schwingen, das Sägemehl spüren. Weil ein schmerzfreies Training aber nicht möglich ist, entschied er am Dienstagabend, das Vorhaben abzubrechen und die Saison vorzeitig zu beenden. Nach seinem Heimfest, dem «Oberländischen» in Oey-Diemtigen, und dem Brünig-Klassiker verpasst der Schwingerkönig auch die vermutlich am stärksten besetzten Kranzfeste der Saison: das «Bernisch-Kantonale» vom Sonntag in Herzogenbuchsee und das Schwägalp-Schwingfest vom 19.August.

«Willkommene» Pause

Für Wenger waren die vergangenen Wochen nicht nur in physischer, sondern auch in psychischer Hinsicht schwierig. Aus seinem näheren Umfeld äusserten einige Protagonisten öffentlich harsche Kritik an Wengers Team mit Manager Beni Knecht und Trainer Roland Fuchs. Zudem wurde er wegen seiner sportlichen Leistungen medial getadelt. Wäre der angeschlagene Wenger in Herzogenbuchsee angetreten und beispielsweise gleich im Anschwingen dem Unspunnen-Sieger Daniel Bösch unterlegen, hätte dies die Unruhen mit Sicherheit verstärkt. Unter Berücksichtigung dessen dürfte dem 22-Jährigen das vorzeitige Saisonende auch etwas gelegen kommen – im Wissen, dass er am liebsten das machen möchte, was er am besten kann: schwingen.

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