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Schweizer Jubel am Zürich-Marathon

Mit Patricia Morceli (2.) und Magali Di Marco-Messmer (4.) blieben am Zürich-Marathon zwei Schweizerinnen unter der WM-Limite von 2:43 Stunden. Der Kenianer John Kyalo Kyui und die Ukrainerin Swetlana Stanko siegten.

Dicht gedrängt: Die Läufer am Zürich-Marathon.
Dicht gedrängt: Die Läufer am Zürich-Marathon.
Keystone

Kyui blieb bei der neunten Austragung des Zürich Marathon in 2:09:59 Stunden als zweiter Sieger nach Viktor Röthlin (zwei Mal) unter einer Zeit von 2:10. Der 27-jährige Afrikaner hielt den Russen Alexej Sokolow (2:10:22), der auf den ersten 14 Kilometern solo geführt hatte, und Viktor Röthlins kenianischen Trainingspartner Abraham Tandoi (2:10:59) sicher auf Distanz. Überraschungssieger Kyui sprengte nach 27 Kilometern eine aus sieben Läufern bestehende Spitzengruppe und zog die hohe Pace durch. Letztlich blieb er ebenso deutlich unter seiner Bestzeit wie Landsmann Tandoi.

Bester Schweizer und damit nationaler Marathonmeister wurde Tarcis Ançay. Der 41-jährige Unterwalliser verpasste in 2:20:02 die persönliche Bestzeit, der vierte Meistertitel in Serie war dem künftigen Sportgeschäft-Besitzer aber nicht zu nehmen. SM-Silber ging an Christian Kreienbühl (11. Gesamtrang), -Bronze an Christoph Menzi (13.).

Stanko souverän

Im Rennen der Frauen feierte Stanko einen souveränen Triumph. Die Ukrainerin, die ab Kilometer 25 ein einsames Rennen an der Spitze lief, gewann mit über vier Minuten Vorsprung auf die Zugerin Patricia Morceli, die dank der idealen Bedingungen so schnell unterwegs war wie noch nie. Dahinter reihte sich die Kenianerin Salome Biwott ein, gefolgt von Di Marco-Messmer. Die Triathlon-Olympia-Dritte von 2000 unterbot die Limite für die WM in Daegu um knapp vier Sekunden. Morceli holte im sechsten Marathon ihrer Karriere zum dritten Mal den Schweizer Meistertitel.

Morceli, die nach dem Ausstieg ihres Tempomachers René Hauser (bei km 31) auf sich allein gestellt war, wird an der WM in Südkorea indes nicht teilnehmen. «Ich habe es nicht geplant, stattdessen möchte ich im Herbst in Berlin oder in Frankfurt laufen.» Di Marco-Messmer erreichte im zweiten Marathon nach dem siegreichen Debüt im letzten Herbst in Lausanne (2:54:00) eine klare Steigerung. In 2:42:56 unterbot die bald 40-jährige Westschweizerin als dritte Schweizerin nach Maya Neuenschwander (in Rom) und Morceli die WM-Limite.

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