Staffelbachs Block

Köniz ist zu Hause gegen Neuenburg mit 0:3 gescheitert. Das Heimteam war im ersten und im dritten Durchgang nahe an einem Satzgewinn.

Erfolgreich: Xenia Staffelbach (links) würgt den Ball übers Netz.

Erfolgreich: Xenia Staffelbach (links) würgt den Ball übers Netz.

(Bild: Andreas Blatter)

Es ist ein offener Schlagabtausch, der den zahlreich erschienenen Zuschauern zu gefallen scheint, jedoch vor allem das Nerven­kostüm der beiden Coachs, Agris Leitis und Silvan Zindel, beansprucht. Manchmal fliegen Flaschen durch die Coachingzone, und der eine oder andere Kopf läuft rot an.

Die Volleyballerinnen aus Köniz und Neuenburg liefern sich vor allem in der Schlussphase des ersten Durchgangs teils tolle Ballwechsel. Zwischenzeitlich fliegt das Spielgerät mehr als zehnmal übers Netz, und lange ist keine der Mannschaften imstande, die zahlreichen Satzbälle für sich zu entscheiden. Dies wohl auch, weil beide Teams sehr souverän agieren und immer wieder mit spektakulären Aktionen den Ball im Spiel halten.

Doch mit Fortdauer der Zeit spürt man dann auch auf den Rängen die ­immer aufkochende Nervosität, denn es steht 29:28 für Neuenburg bei eigenem Aufschlag. Und dann ist es so weit, mit einem Block entscheiden die Gäste den so engen und wohl wegweisenden ersten Satz mit 30:28 für sich.

Tief im zweiten Satz

Der Start des zweiten Satzes ­verläuft dann unausgeglichener. Köniz lässt in entscheidenden Momenten nach, und so vergrössert sich schon früh der Abstand zu den Neuenburgerinnen. Vor allem Aufschlag- und Abnahmefehler machen dem Heimteam das Leben schwer. Der Kampfgeist der Mannschaft von Coach Agris Leitis, den man noch im ­ersten Durchgang gezeigt hatte, scheint wie weggeblasen, und so überrascht es nicht, dass Neuenburg die Führung auf 2:0 ausbauen kann.

Die Hoffnung kehrt zurück

Zu Beginn des dritten Satzes ­haben sich die Gastgeberinnen dann aber wieder gefangen, und die beiden Mannschaften begegnen sich erneut auf Augenhöhe. Die Könizerinnen können sich durch tolle Angriffe und eine gute Defensive wieder zurück in die Partie kämpfen. «Wir müssen die Qualität in unseren Aktionen verbessern», hat der Assistenztrainer der Könizerinnen, Teemu ­Oskanen, in der Pause vor dem dritten Satz noch gefordert, und diese Forderung scheint im Verlauf des dritten Satzes auch Früchte zu tragen.

Auf Punkte der Gegnerinnen kann man immer wieder direkt reagieren, und so wächst die Hoffnung der heimischen Fans noch einmal, in diese Partie zurückzufinden. Dies sicher auch aufgrund der grossen Beanspruchung des Teams aus Neuenburg, das das hohe Level aus dem ersten Satz nicht ganz immer halten konnte. «Wir stecken momentan in einer sehr ­intensiven Zeit mit Europacupspielen, und es ist klar, dass man dann nicht immer eine Topleistung abrufen kann», sagt Neuenburgs Coach Zindel nach dem Spiel.

Gegen Ende des dritten Satzes scheint sich das bessere Ende für die Gäste aus Neuenburg dann doch abzuzeichnen. Bis zum 22:24 bleibt es spannend, doch dann verwertet ausgerechnet die Ex-Könizerin Xenia Staffelbach mit einem Block direkt den ersten Matchball zugunsten der Gäste.

Berner Zeitung

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