Steingruber solid, Biles überragend

Die Ostschweizerin Giulia Steingruber erreicht am Mehrkampf-Final der Kunstturn-WM in Stuttgart den 18. Rang. Weltmeisterin ist Simone Biles.

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Einen Monat nach ihrem Comeback zeigte Giulia Steingruber in Stuttgart eine insgesamt solide Vorstellung. Der Auftakt auf ihrem Zittergerät Balken war etwas wacklig. Sie hatte einige Unsicherheiten drin, was sich auf ihre Punktzahl auswirkte. Mit 12,800 musste sie zufrieden sein – auch deshalb, weil sie sich ein paar Mal nur knapp auf dem Balken halten konnte.

Wesentlich besser war ihre (neue) Bodenübung. Die 25-jährige Ostschweizerin gefiel mit zahlreichen künstlerischen Elementen und wurde mit 13,633 Punkten belohnt. Noch besser lief es ihr an ihrem Lieblingsgerät. Sie zeigte ihren Paradesprung Tschussowitina sauber und machte mit 14,933 Punkten im Zwischenklassement einen Sprung auf 9. Mit einer Klassierung in den Top 10 klappte es jedoch nicht, weil ihre letzte Übung am Stufenbarren nicht nach Wunsch glückte. Mit nur 12,500 Punkten fiel sie auf den 18. Schlussrang zurück (total 53,866 Punkte).

«Es ist völlig ok»

Steingruber war mit ihrem Wettkampf insgesamt sehr zufrieden. «Es lief nicht alles einwandfrei, aber es ist völlig ok», sagte sie im TV-Interview. Angetan war sie vor allem mit ihrer Bodenübung, «ich dachte nicht, schon soweit zu sein.» Dass sie sich am Balken und am Stufenbarren noch verbessern kann, ist ihr bewusst.

Im Juli 2018 hatte Steingruber ihr Kreuzband gerissen, erst vor einem Monat gab sie ihr Comeback und befindet sich nun auf gutem Weg zurück zu alter Stärke. Bereits in der Qualifikation hatte sie sich das Ticket für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio gesichert.

22. WM-Medaille für Simone Biles

Turn-Königin Simone Biles hat sich in Stuttgart den fünften Mehrkampftitel in ihrer noch jungen Karriere gesichert. Mit 58,999 Punkten distanzierte die 22-jährige Alleskönnerin die versammelte Konkurrenz um Längen. Die Silbermedaille schnappte sich die Chinesin Tang Xijing (56,899) vor Angelina Melnikowa (56,399) aus Russland. Für Biles, die einzig am Boden nicht restlos überzeugte, ist es die insgesamt 22. WM-Medaille, die 16. goldene.

rom/dpa

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