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Steven Mosers Versöhnung mit dem Heimfest

Steven Moser holt in Plaffeien den einzigen Kranz für die Südwestschweizer. Um seine Ziele zu erreichen, orientiert sich der Freiburger an den Bernern.

Die Entscheidung zwischen zwei Königen im Schlussgang - Matthias Sempach bettet Kilian Wenger ins Sägemehl.
Die Entscheidung zwischen zwei Königen im Schlussgang - Matthias Sempach bettet Kilian Wenger ins Sägemehl.
Andreas Blatter
Kilian Wenger zieht gegen Jonas Michel.
Kilian Wenger zieht gegen Jonas Michel.
Andreas Blatter
Zuerst gibts Gipfeli und Kafi zum Zmorge.
Zuerst gibts Gipfeli und Kafi zum Zmorge.
Andreas Blatter
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Als ginge ihm die Luft zu früh aus. Steven Moser war gestern an seinem Heimfest flott unterwegs, den letzten Gang aber verlor der Deutschfreiburger gegen den Innerschweizer «Eidgenossen» Sven Schurtenberger. Moser fiel zurück, holte sich aber knapp seinen ersten Bergkranz. «Es war trotz zweier Niederlagen ein tolles Fest», ­bilanzierte der 21-Jährige. Im Kopf klick gemacht habe es nach dem ersten Gang. Dort bezwang Moser den «Eidgenossen» Philipp Roth.

Das gestrige Fest war für den Brünisrieder die Versöhnung mit dem Schwarzsee. Vor einem Jahr hatte er sich an gleicher Stelle verletzt, das Bergfest aufgeben müssen. Ein Aussenbandanriss am linken Knie zwang den jungen Athleten zu einer längeren Pause. Erst fürs «Eidgenössische» in Estavayer war Moser wieder fit.

Und dort kam gleich der nächste Hammer. Nach fünf Gängen zierte der 192 Zentimeter grosse Hüne die Ranglistenspitze. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er einen gestellten Gang (gegen Florian Gnägi) und vier Siege auf seinem Notenblatt eingetragen. Dann wurden Moser weitere «Eidgenossen» zugeteilt, es folgten drei Niederlagen – und weg war das eidgenössische Eichenlaub. «Klar hat mich das gewurmt», gibt Moser zu. «Aber eigentlich war meine Planung stets auf Zug 2019 ausgerichtet.»

Die Südwestschweizer essen derzeit hartes Brot. Kein einziger aktiver «Eidgenosse» schwingt im schwächsten Teilverband. Moser lässt sich darob nicht beirren. «Ich gehe meinen eigenen Weg», sagt er und ergänzt, dass er sich an den Berner Schwingern orientiere. «Sie sind die Besten.» Einmal pro Woche trainiert Moser in Bern mit Schwingern aus dem mittelländischen Verband. «Dort kann ich enorm viel profitieren.»

Ansonsten heisse es Schwingen und Erfahrungen sammeln. «Mit jedem Kampf gegen einen ‹Eidgenossen› lerne ich dazu.» Gestern erhielt Steven Moser gleich drei Schwinger dieser Währung zugeteilt. «Gegen Kilian Wenger und Sven Schurtenberger schwang ich erstmals. Dementsprechend hatte ich keinen genauen Kampfplan. Die Niederlagen waren die logische Folge.» An solchen Aufgaben aber wächst Moser.

Und eben, die Luft sollte dem Modellathleten nicht zu früh ausgehen. Bereits sechsmal stand Steven Moser an einem Kranzfest im Schlussgang. Zum Festsieg hat es dabei bis jetzt noch nicht gereicht.

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