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Unvergessene Duos der Sportgeschichte

Wengers Transfer für Arsenal, der Rat an Michael Jordan und Tritte ans Schienbein von Peter Müller: Legendäre Kombinationen von Sportler und Förderer.

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15 Jahre arbeiteten sie zusammen. Zuerst sechs Jahre in der deutschen Nationalmannschaft, danach bei Bayern München. Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus sind vielleicht das legendärste Duo im deutschen Fussball. Gemeinsam wurden sie 1990 Weltmeister. Beckenbauer bezeichnete Matthäus als besten Fussballer in Deutschlands Geschichte: «Er war ein Captain, wie man ihn sich wünscht.» Dazu ging Beckenbauers Unterstützung für Matthäus auch nach dessen Karriere als Profifussballer weiter. Dank Kaiser Franz durfte sich sein früherer Regisseur als Trainer bei Rapid Wien versuchen. Kein Jahr später war Matthäus jedoch schon wieder weg. Eines von mehreren Missverständnissen in Matthäus' überschaubarer Trainerkarriere. Irgendwann reichte halt auch Beckenbauers Einfluss nicht mehr.
15 Jahre arbeiteten sie zusammen. Zuerst sechs Jahre in der deutschen Nationalmannschaft, danach bei Bayern München. Franz Beckenbauer und Lothar Matthäus sind vielleicht das legendärste Duo im deutschen Fussball. Gemeinsam wurden sie 1990 Weltmeister. Beckenbauer bezeichnete Matthäus als besten Fussballer in Deutschlands Geschichte: «Er war ein Captain, wie man ihn sich wünscht.» Dazu ging Beckenbauers Unterstützung für Matthäus auch nach dessen Karriere als Profifussballer weiter. Dank Kaiser Franz durfte sich sein früherer Regisseur als Trainer bei Rapid Wien versuchen. Kein Jahr später war Matthäus jedoch schon wieder weg. Eines von mehreren Missverständnissen in Matthäus' überschaubarer Trainerkarriere. Irgendwann reichte halt auch Beckenbauers Einfluss nicht mehr.
Camay Sungu, Keystone
71 Medaillen bei Weltmeisterschaften und 33 an Olympia. Der Trophäenschrank von Glen Mills als Sprinttrainer ist prall gefüllt. Der Jamaikaner gilt als grosser Förderer von Usain Bolt. Die Leichtathletik-Legende nennt ihn sogar «Guru». Die Zusammenarbeit begann kurz nach Olympia 2004. Bolt lernte unter anderem, grössere Schritte zu machen. Es half: Usain Bolt gewann an den darauffolgenden drei Olympischen Sommerspielen total achtmal Gold.
71 Medaillen bei Weltmeisterschaften und 33 an Olympia. Der Trophäenschrank von Glen Mills als Sprinttrainer ist prall gefüllt. Der Jamaikaner gilt als grosser Förderer von Usain Bolt. Die Leichtathletik-Legende nennt ihn sogar «Guru». Die Zusammenarbeit begann kurz nach Olympia 2004. Bolt lernte unter anderem, grössere Schritte zu machen. Es half: Usain Bolt gewann an den darauffolgenden drei Olympischen Sommerspielen total achtmal Gold.
Keystone
Einmal mehr hatte Phil Jackson recht, als er 1993 Michael Jordan überreden wollte, seine Karriere als NBA-Profi doch nicht zu beenden. Doch Jordan wollte nach dem dritten Titel in Serie als Grosser seines Sports abtreten. Schliesslich spielte er schon seit 1984 für die Chicago Bulls. Und er wollte den Wunsch seines kürzlich verstorbenen Vaters erfüllen und Baseball-Profi werden. Doch schon bald merkte der möglicherweise beste Spieler der Geschichte, dass ihm Basketball mehr liegt. So kehrte er 1995 zurück, was er kurz und knapp kommunizierte: «I'm back.» Gemeinsam mit Jackson gewann er von 1996 bis 1998 drei weitere NBA-Ringe, somit ist Jordan der einzige Spieler der Geschichte, der zweimal den Titel-Hattrick schaffte. Coach Jackson hörte unmittelbar danach auf und ging 1999 zu den LA Lakers. Jordan jedoch versuchte es noch ein wenig, um im Januar 1999 nochmals zurückzutreten. Im Alter von 35 Jahren. Dennoch versuchte es Jordan mit einem dritten Comeback. Dieses Mal, ohne Jackson, blieben die Meistertitel aus. Jackson hingegen holte mit seinem zweiten Superstar, Kobe Bryant, bei den Lakers fünf weitere Ringe. Dennoch gab es für den legendären Trainer keinen Zweifel, welche der beiden Überfiguren besser war: «Michael Jordan.»
Einmal mehr hatte Phil Jackson recht, als er 1993 Michael Jordan überreden wollte, seine Karriere als NBA-Profi doch nicht zu beenden. Doch Jordan wollte nach dem dritten Titel in Serie als Grosser seines Sports abtreten. Schliesslich spielte er schon seit 1984 für die Chicago Bulls. Und er wollte den Wunsch seines kürzlich verstorbenen Vaters erfüllen und Baseball-Profi werden. Doch schon bald merkte der möglicherweise beste Spieler der Geschichte, dass ihm Basketball mehr liegt. So kehrte er 1995 zurück, was er kurz und knapp kommunizierte: «I'm back.» Gemeinsam mit Jackson gewann er von 1996 bis 1998 drei weitere NBA-Ringe, somit ist Jordan der einzige Spieler der Geschichte, der zweimal den Titel-Hattrick schaffte. Coach Jackson hörte unmittelbar danach auf und ging 1999 zu den LA Lakers. Jordan jedoch versuchte es noch ein wenig, um im Januar 1999 nochmals zurückzutreten. Im Alter von 35 Jahren. Dennoch versuchte es Jordan mit einem dritten Comeback. Dieses Mal, ohne Jackson, blieben die Meistertitel aus. Jackson hingegen holte mit seinem zweiten Superstar, Kobe Bryant, bei den Lakers fünf weitere Ringe. Dennoch gab es für den legendären Trainer keinen Zweifel, welche der beiden Überfiguren besser war: «Michael Jordan.»
Keystone
Sie gewannen mit Juventus Turin die Champions League, standen drei weitere Male im Final, gewannen gemeinsam fünf Scudettos und wurden 2006 als Krönung gemeinsam Weltmeister: Marcello Lippi und Alessandro Del Piero prägten Italiens Fussball der Neuzeit. Dabei wäre es fast nicht zu einer Zusammenarbeit gekommen. Wie Del Piero nach seiner Karriere erzählte, war er schon fast auf dem Weg nach Parma – bis Lippi intervenierte. Del Piero blieb und wurde zur Juve-Legende.
Sie gewannen mit Juventus Turin die Champions League, standen drei weitere Male im Final, gewannen gemeinsam fünf Scudettos und wurden 2006 als Krönung gemeinsam Weltmeister: Marcello Lippi und Alessandro Del Piero prägten Italiens Fussball der Neuzeit. Dabei wäre es fast nicht zu einer Zusammenarbeit gekommen. Wie Del Piero nach seiner Karriere erzählte, war er schon fast auf dem Weg nach Parma – bis Lippi intervenierte. Del Piero blieb und wurde zur Juve-Legende.
Luca Bruno, Keystone
Aus einer beruflichen Zusammenarbeit wurde eine tiefe Freundschaft: Jean Todt, heute Präsident der FIA, und sein ehemaliger Schützling bei Ferrari, Michael Schumacher. Das Duo führte die Scuderia durch die erfolgreichste Phase ihrer Geschichte. Fünf seiner sieben Weltmeistertitel gewann Schumacher bei Ferrari. Noch heute besucht Todt den Deutschen, der sich von seinem schweren Skiunfall erholt und deshalb seit über fünf Jahren von der Öffentlichkeit abgeschirmt lebt, mindestens einmal im Monat.
Aus einer beruflichen Zusammenarbeit wurde eine tiefe Freundschaft: Jean Todt, heute Präsident der FIA, und sein ehemaliger Schützling bei Ferrari, Michael Schumacher. Das Duo führte die Scuderia durch die erfolgreichste Phase ihrer Geschichte. Fünf seiner sieben Weltmeistertitel gewann Schumacher bei Ferrari. Noch heute besucht Todt den Deutschen, der sich von seinem schweren Skiunfall erholt und deshalb seit über fünf Jahren von der Öffentlichkeit abgeschirmt lebt, mindestens einmal im Monat.
Keystone
Er war Arsène Wengers erste Verpflichtung für Arsenal: Patrick Vieira. Der Franzose unterschrieb bei den Gunners schon einen Vertrag, bevor Wengers Amtszeit überhaupt begonnen hatte. Davor war Vieira bei Milan nur Ersatzspieler. Das änderte sich in London: Von 1996 bis 2005 war er Leistungsträger und zusätzlich Captain, als Arsenal in der Saison 2003/04 Geschichte schrieb und als einziges Team der Premier League ungeschlagen blieb.
Er war Arsène Wengers erste Verpflichtung für Arsenal: Patrick Vieira. Der Franzose unterschrieb bei den Gunners schon einen Vertrag, bevor Wengers Amtszeit überhaupt begonnen hatte. Davor war Vieira bei Milan nur Ersatzspieler. Das änderte sich in London: Von 1996 bis 2005 war er Leistungsträger und zusätzlich Captain, als Arsenal in der Saison 2003/04 Geschichte schrieb und als einziges Team der Premier League ungeschlagen blieb.
Alastair Grant, Keystone
Im englischen Fussball gibt es aber noch ein weiteres Traumpaar: Ryan Giggs und Sir Alex Ferguson. 23 Jahre arbeiteten sie zusammen bei Manchester United. Ferguson war es, der Giggs als 17-Jähriger in die erste Mannschaft beförderte. «Natürlich hatte Ferguson den grössten Einfluss auf meine Karriere. Er gab mir als junger Spieler die Chance und schaffte es auch noch, mit 39 das Beste aus mir herauszuholen», sagt Giggs über seinen Förderer. Und setzt sogar noch einen obendrauf: «Für mich ist er der beste Trainer der Geschichte.» Unter anderem gewann das Duo zweimal die Champions League und 13-mal die englische Meisterschaft. Total wurde Manchester United seit März 1878 20-mal Meister.
Im englischen Fussball gibt es aber noch ein weiteres Traumpaar: Ryan Giggs und Sir Alex Ferguson. 23 Jahre arbeiteten sie zusammen bei Manchester United. Ferguson war es, der Giggs als 17-Jähriger in die erste Mannschaft beförderte. «Natürlich hatte Ferguson den grössten Einfluss auf meine Karriere. Er gab mir als junger Spieler die Chance und schaffte es auch noch, mit 39 das Beste aus mir herauszuholen», sagt Giggs über seinen Förderer. Und setzt sogar noch einen obendrauf: «Für mich ist er der beste Trainer der Geschichte.» Unter anderem gewann das Duo zweimal die Champions League und 13-mal die englische Meisterschaft. Total wurde Manchester United seit März 1878 20-mal Meister.
Keystone
1990 begann Toni Nadal, seinen Neffen Rafael zu trainieren. Dabei war die Ausbildung nicht immer sanft: Beispielsweise liess er Rafa auf schlechten Plätzen und mit alten Bällen trainieren. So sollte sein Schützling lernen, dass es keine Ausreden für Niederlagen geben darf. Dazu war er es, der dem mallorquinischen Rechtshänder beibrachte, das Racket mit links zu halten. Das Produkt: 17 Grand-Slam-Siege für Rafael Nadal. Noch ist die Jagd nicht beendet, auch wenn sich Onkel Toni Ende 2017 von der Tour zurückzog und um die Tennisakademie in Manacor kümmert.
1990 begann Toni Nadal, seinen Neffen Rafael zu trainieren. Dabei war die Ausbildung nicht immer sanft: Beispielsweise liess er Rafa auf schlechten Plätzen und mit alten Bällen trainieren. So sollte sein Schützling lernen, dass es keine Ausreden für Niederlagen geben darf. Dazu war er es, der dem mallorquinischen Rechtshänder beibrachte, das Racket mit links zu halten. Das Produkt: 17 Grand-Slam-Siege für Rafael Nadal. Noch ist die Jagd nicht beendet, auch wenn sich Onkel Toni Ende 2017 von der Tour zurückzog und um die Tennisakademie in Manacor kümmert.
Juanjo Martin, Keystone
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Zum sechsten Mal gewannen Tom Brady und Bill Belichik die Superbowl. Damit gehören der Quarterback und sein Coach zu den ganz Grossen im Sport. Doch sie sind nicht das einzige Traumpaar, das in seiner Sportart Geschichte schrieb. Eine Auswahl.

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