Zum Hauptinhalt springen

Von Känguru-Schuhen und Flughörnchen-Anzügen

Die NBA hat einen Basketballschuh verboten, da dieser dem Träger einen unfairen Flugvorteil verschaffen soll. Redaktion Tamedia stellt den Schuh vor und sagt, wo die Technik im Sport sonst noch für Wirbel sorgte.

Im Frühling 2008 lancierte Speedo den neuartigen Ganzkörperanzug LZR. Es folgte eine beispiellose Weltrekordflut und schliesslich ein Verbot der wasserundurchlässigen Plastikkonstrukte. Seit Anfang dieses Jahres ist nun rein textiles Material vorgeschrieben. «Das hat nichts mehr mit Schwimmen zu tun», sagte der Spitzenathlet Schweizer Dominik Meichtry zu den Anzügen vom Typus LZR, da diese es den Schwimmern zum grossen Teil abnahmen, eine ideale Wasserlage zu finden. Die Kraft wurde wichtiger als die Technik, wer zuvor nach 70 Metern eingebrochen war, konnte so 100 Meter durchziehen.
Im Frühling 2008 lancierte Speedo den neuartigen Ganzkörperanzug LZR. Es folgte eine beispiellose Weltrekordflut und schliesslich ein Verbot der wasserundurchlässigen Plastikkonstrukte. Seit Anfang dieses Jahres ist nun rein textiles Material vorgeschrieben. «Das hat nichts mehr mit Schwimmen zu tun», sagte der Spitzenathlet Schweizer Dominik Meichtry zu den Anzügen vom Typus LZR, da diese es den Schwimmern zum grossen Teil abnahmen, eine ideale Wasserlage zu finden. Die Kraft wurde wichtiger als die Technik, wer zuvor nach 70 Metern eingebrochen war, konnte so 100 Meter durchziehen.
Keystone
Kaum ein Sport beflügelte den Erfindergeist der Trickser und Tüftler so sehr wie das Skispringen. Legendär sind die viel zu weit geschnittenen Anzüge, mit denen die Japaner in den Neunzigerjahren der Konkurrenz um die Ohren segelten. Sie trugen den jeweiligen Springer wie ein Flughörnchen durch die Lüfte. Inzwischen hat der Ski-Weltverband FIS den Flughörnchen das Handwerk gelegt. Der Abstand zwischen Körper und Anzug darf nur noch sechs Zentimeter betragen.
Kaum ein Sport beflügelte den Erfindergeist der Trickser und Tüftler so sehr wie das Skispringen. Legendär sind die viel zu weit geschnittenen Anzüge, mit denen die Japaner in den Neunzigerjahren der Konkurrenz um die Ohren segelten. Sie trugen den jeweiligen Springer wie ein Flughörnchen durch die Lüfte. Inzwischen hat der Ski-Weltverband FIS den Flughörnchen das Handwerk gelegt. Der Abstand zwischen Körper und Anzug darf nur noch sechs Zentimeter betragen.
Keystone
Simon Ammanns Bindung mit einem biegbaren Zapfen trieb die Österreicher in der vergangenen Skisprung-Saison zur Weissglut. Sie warfen dem vierfachen Olympiasieger aus dem Toggenburg vor, er springe nur dank des technischen Kniffs so weit. Überdies hätten sie selbst auch schon ein ähnliches Modell getestet, dessen Pläne durch Spionage in die Schweiz gelangt seien. «Der Zapfen bei seiner Bindung ist gebogen, dadurch reagiert sein Ski schneller, und er kann sich extremer nach vorne lehnen», meinte der österreichische Topspringer Wolfgang Loitzl zu Ammanns Material, das bald schon fleissig kopiert wurde. Ammann sprang übrigens auch danach noch am weitesten...
Simon Ammanns Bindung mit einem biegbaren Zapfen trieb die Österreicher in der vergangenen Skisprung-Saison zur Weissglut. Sie warfen dem vierfachen Olympiasieger aus dem Toggenburg vor, er springe nur dank des technischen Kniffs so weit. Überdies hätten sie selbst auch schon ein ähnliches Modell getestet, dessen Pläne durch Spionage in die Schweiz gelangt seien. «Der Zapfen bei seiner Bindung ist gebogen, dadurch reagiert sein Ski schneller, und er kann sich extremer nach vorne lehnen», meinte der österreichische Topspringer Wolfgang Loitzl zu Ammanns Material, das bald schon fleissig kopiert wurde. Ammann sprang übrigens auch danach noch am weitesten...
Keystone
1 / 4

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.