Winkler pariert, von Deschwanden brilliert

Das Formbarometer zeigt: Gleich mehrere Berner sind vor dem Auftakt zum Playoff-Final in starker Verfassung.

Torhüter Marc Winkler ist in Topform.

Torhüter Marc Winkler ist in Topform.

(Bild: Patric Spahni)

In Topform

Schlüsselkraft Lukas von Deschwanden war in der Viertel­finalserie wegen Knieproblemen geschont und nur punktuell eingesetzt worden. In Spiel 3 gegen Bern demonstrierte der Urner, der beste Handballer in der Liga zu sein. Er verzeichnete keinen Fehlwurf und glänzte wiederholt als Passgeber.

Von den Zuspielen des Regisseurs profitierte nicht zuletzt Rechtsflügel Jonas Dähler, der elf Treffer erzielte und damit seine tolle Verfassung bestätigte. Gleichfalls in Topform sind die Torhüter.

Marc Winkler hielt auch in den Begegnungen mit dem Kantonsrivalen exzellent, und Flavio Wick zeigte in den wenigen Minuten, in denen er randurfte, dass er genauso zu Grosstaten bereit ist.

Überdies brillierte der Aargauer Schlussmann erneut als Schütze. In der letzten Viertelstunde gegen den BSV erzielte er drei Tore. Einen sehr guten Eindruck hinterliess auch Verteidigungsspezialist Viktor Glatthard.

Bereit

Im letzten Vergleich mit Bern gefehlt hat Captain Roman Caspar. Trainer Martin Rubin gab in der Zwischenzeit Entwarnung: Der Aufbauer und Co-Abwehrchef hatte eine Grippe erwischt, er spielte bloss deswegen nicht. In besagter Partie wenig Akzente setzen konnte Reto Friedli.

Der Kreisläufer war in den Matchs davor aber positiv aufgefallen. Sehr ordentlich waren die jüngsten Darbietungen der Eckpfeiler Lenny Rubin und Nicolas Raemy. Zumindest solide waren die Auftritte der Flügelspieler Thomas Lanz und Sven Krainer.

Letzterer musste mit stetig kürzeren Einsatzzeiten auskommen, er ist rechts aussen die klare Nummer 2. Auch Marco Giovanelli darf trotz ansprechender Leistungen nicht ­damit rechnen, im grossen Stil gebraucht zu werden.

Da liegt Potenzial brach

Der Halbfinal war nicht die ­Serie von Nicolas Suter, auch wenn er das umstrittene zweite Spiel mit einem Treffer in der Schlussphase entschied. In der ersten Partie war der Sommerzuzug nach einem Foul vom Platz gestellt worden, und am Ende war der Aargauer wie Caspar grippegeschwächt, weshalb er in Match 3 lediglich in den letzten zehn Minuten mittat.

Dass der zu Saisonbeginn überragende Mittelmann in der finalen Aktion der Serie einen Penalty verschoss, passte irgendwie ins Bild. Suter aber hat die Fähigkeiten, den Final mitzuprägen und eine zentrale Figur auf dem Weg zum Titel zu sein.

Über genauso viel Potenzial verfügt Luca Linder, der nach der kurzen Verletzungspause noch nicht wieder die gewohnte Treffsicherheit erlangt hatte, öfter verwarf. Seine Fortschritte zuletzt nicht bestätigen konnte Talent Damien Guignet.

Der Abwesende

Kreisläufer und Co-Abwehrchef Stefan Huwyler gehörte im Playoff-Final vor zwei Jahren zu den stärksten Thunern. Heuer verpasst der an der Schulter verletzte Aargauer die Ausmarchung aller Voraussicht nach.

ahw

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