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«Wenn ich etwas mache, dann richtig – auch zurücktreten»

Die Berner Orientierungsläuferin Simone Niggli-Luder gab am Montag ihren Rücktritt bekannt. Sie wird am Wochenende beim Weltcup-Finale in Baden ihre letzten internationalen Wettkämpfe bestreiten.

Simone Niggli-Luder gab am Montag ihren Rücktritt bekannt.
Simone Niggli-Luder gab am Montag ihren Rücktritt bekannt.
Archiv BZ / Christian Pfander
Mit ihren 23 Goldmedaillen ist sie weltweit die beste Orientierungsläuferin aller Zeiten. Hier bei einem der Siege an der Weltmeisterschaft 2013 in Finnland.
Mit ihren 23 Goldmedaillen ist sie weltweit die beste Orientierungsläuferin aller Zeiten. Hier bei einem der Siege an der Weltmeisterschaft 2013 in Finnland.
Keystone
Neben Roger Federer wurde Simone Niggli-Luder als Sportlerin des Jahres 2003 ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhielt sie insgesamt dreimal.
Neben Roger Federer wurde Simone Niggli-Luder als Sportlerin des Jahres 2003 ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhielt sie insgesamt dreimal.
Archiv BZ / Daniel Fuchs
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Die Orientierungsläuferin Simone Niggli-Luder gab am Montagmorgen ihren Rücktritt bekannt. Die Königin mit Karte und Kompass hört Ende Saison auf. Mit 23 Gold-, zwei Silber- und sechs Bronzemedaillen ist die dreifache Schweizer Sportlerin des Jahres die erfolgreichste OL-Läuferin aller Zeiten.

Die Mutter von drei Kindern tritt als Nummer 1 ab: Vor drei Monaten in Vuokatti in Finnland gewann Simone Niggli jeweils Gold in den drei Einzeldisziplinen sowie Bronze mit der Staffel.

Heim-WM als Motivation

Die 35-Jährige ist seit zehn Jahren schweizweit über den Sport hinaus bekannt. 2003 an den Weltmeisterschaften in Rapperswil-Jona gewann sie unter ihrem Mädchenname Simone Luder sämtliche vier Goldmedaillen. Den «Grand-Slam» schaffte sie erneut 2005 in Aichi (Japan). Auch den Titelkämpfen 2012 in Lausanne war sie nahe dran. Einzig in der Mitteldistanz scheiterte sie nach einem kapitalen Fehler.

Die Heim-WM in Lausanne hatte Niggli dazu bewogen, die Karriere nach der Geburt ihrer Kinder (2008 und 2011/Zwillinge) fortzusetzen. Im Gegensatz zu Simon Ammann oder Viktor Röthlin, denen sich mit den Olympischen Spielen in Sotschi oder den Leichtathletik-EM in Zürich ein Highlight aufdrängte, sieht Simone Niggli keinen sportlichen Grossanlass mehr als Aufhänger.

Comeback ausgeschlossen

Bereits vor einem Jahr hatte Niggli angedeutet, dass ihre Karriere im 2013 ein Ende finden könnte. «Der Entscheid ist mir nicht leicht gefallen», lässt sich die Sportlerin in Einer Medienmitteilung zitieren. Sie habe in den vergangenen Monaten immer wieder mit ihrem Umfeld darüber gesprochen und sich mit einem Rücktritt befasst. Der Entschluss sei dann endgültig vor rund sechs Wochen gefallen. «Ich beende meine Karriere auf dem Höhepunkt», so Niggli.

Ein Comeback schliesst die 35-Jährige derweil aus: «Wenn ich etwas mache, dann richtig – auch zurücktreten.» Sie fokussiere sich nun zum letzten Mal auf den Weltcup-Final, wo sie zum neunten Mal den Gesamtweltcup für sich entscheiden möchte.

si/cla

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