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Wilder bleibt mit Remis WBC-Champion

Der WBC-Schwergewichts-WM-Kampf zwischen Titelhalter Deontay Wilder und Tyson Fury endet nach zwölf Runden unentschieden.

Deontay Wilder (l.) hat Nehmerqualitäten und behält den WBC-Weltmeistertitel nach dem Kampf gegen Tyson Fury
Deontay Wilder (l.) hat Nehmerqualitäten und behält den WBC-Weltmeistertitel nach dem Kampf gegen Tyson Fury
Keystone

Nach einem hochstehenden Kampf behält der 33-jährige Amerikaner Deontay Wilder den Titel. Ein Punktrichter wertete 115:111 für Wilder, einer 114:110 für den 30-jährigen Engländer Tyson Fury. Und der dritte Unparteiische errechnete für den Fight ein 113:113.

Fury war im Staples Center insgesamt tonangebend. Doch mit Fortdauer des Kampfes kam Wilder besser in den Kampf. Schliesslich gelangen dem schlagstarken Titelhalter zwei Niederschläge, in der 9. und 12. Runde. Herausforderer Fury war vor dem Fight gegen Wilder in seiner Profikarriere erstmals ein Mal in einem Kampf zu Boden gegangen; 2013 gegen seinen Landsmann Steve Cunningham.

Wilder war selbst überrascht, dass Fury nach dem zweiten Niederschlag in der 12. Runde den Kampf nochmals aufnehmen konnte. Wilder bejubelte da bereits einen vermeintlich vorzeitigen Erfolg. Doch Fury war nach der harten Rechten und dem linken Haken von Wilder nach dem Anzählen des Ringrichters bei Neun wieder kampfbereit.

Revanche garantiert

Am Ende wahrten beide Boxer ihre Ungeschlagenheit, verliessen aber erstmals in ihrer Profikarriere den Ring nicht als Sieger. Ein Rückkampf zwischen Fury und Wilder ist damit so gut wie sicher. «Es wird zu 100 Prozent dazu kommen», versprach Fury. Und Wilder kündigte an: «Das nächste Mal werde ich ihn präziser treffen.»

Erst zum zweiten Mal musste Wilder (96,4 kg) über alle Runden gehen, 39 Kämpfe zuvor hatte er vorzeitig gewonnen. Der ehemalige Weltmeister Fury bleibt in 28 Profikämpfen ebenfalls unbesiegt.

Für den 2,06 m grossen und 116,3 kg schweren Fury war es der Versuch, zum zweiten Mal in seiner Karriere Weltmeister zu werden. 2015 hatte er den Langzeit-Weltmeister Wladimir Klitschko nach Punkten besiegt. Danach fiel Fury in ein Loch, konsumierte Alkohol und Kokain und legte rund 50 kg an Gewicht zu.

Mitte dieses Jahres kehrte er nach zweieinhalbjähriger Ringpause inklusive Dopingsperre zurück. Der Fight gegen Wilder war der dritte von Fury seit dessen Comeback-Start. Und der Engländer konnte gegen Wilder zeigen, dass sein Punktsieg gegen Wladimir Klitschko seinerzeit kein Zufall war. Fury war trotz seiner Grösse und dem respektablen Gewicht leichtfüssiger, beweglicher und zeigte einige gelungene Kombinationen. Wilder setzte mehr auf Einzelschläge.

Revanche in Grossbritannien?

Der Rückkampf von Fury gegen Wilder könnte nun auch in Grossbritannien stattfinden. «Das wäre natürlich ein Stadion-Kampf mit garantierten 80'000 Zuschauern», erklärte Furys Promoter Frank Warren.

Klar ist derweil, dass der WBA-Super-, WBO- und IBF-Champion Anthony Joshua im April seine Titel noch nicht gegen seinen Landsmann Fury oder Wilder verteidigen wird.

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