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Ammann enttäuscht – Velta Weltmeister

Rune Velta gewinnt WM-Gold von der Normalschanze. Gregor Deschwanden (14.) schlägt Simon Amman (16.).

Enttäuschung im Norden: Simon Ammann schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.
Enttäuschung im Norden: Simon Ammann schlägt die Hände über dem Kopf zusammen.
Keystone

Der Toggenburger Simon Ammann belegte im WM-Springen von der Normalschanze Rang 16, noch hinter Gregor Deschwanden (14.). Weltmeister wurde überraschend der Norweger Rune Velta. Er setzt sich nach zwei Flügen auf 95,5 m mit 0,4 Punkten Vorsprung auf Severin Freund aus Deutschland durch. Der österreichische Tourneesieger Stefan Kraft sicherte sich die Bronzemedaille. Mit 87,5 m landete Killian Peier auf Platz 31 und verpasste den Finaldurchgang der Top 30 ganz knapp. Luca Egloff (42.) schied mit einer Weite von 83,5 m aus.

Anfang Woche hätte man im Fall vom Ammann nach diesem Resultat noch von einem Erfolg gesprochen. Doch das Sturzopfer vom 6. Januar in Bischofshofen, erst in Falun wieder im Tross der Skispringer aufgetaucht, hatte am Freitag mit der Sieg in der Qualifikation die Erwartungen wieder nach oben geschraubt.

«Man kann nicht alles haben», sagte der Toggenburger nach dem ersten Durchgang, als er sich mit schwachen 88 m und Zwischenrang 21 bereits aus dem Medaillenrennen verabschiedet hatte. Im zweiten Durchgang legte der 33-Jährige mit 94,5 m wieder eine Spitzenweitehin. Allerdings konnte Ammann den entscheidenden Schritt zum Spitzenspringer noch nicht machen. In beiden Sprüngen zeigte er die Parallellandung, was die Jury hart bestrafte. Im Finaldurchgang bekam er die schlechtesten Stilnoten aller 30 Springer. Er verlor in dieser Wertung auf den Sieger Velta acht Punkte, was 4 Metern entspricht.

Der neue Weltmeister Veltazählte nicht zum Favoritenkreis. Der 25-Jährige hat noch nie ein Weltcupspringen gewonnen und gilt als unscheinbar. Er stand auch in Norwegen bislang stets im Schatten von Bardal, Fannemel oder Jacobsen. Als Halbzeit-Leader rettete der Norweger 0,4 Punkte auf Severin Freund. Der Deutsche vergab im ersten Umgang drei Punkte mit einer wackligen Landung. Im Finale zeigte er den besten Sprung aller Teilnehmer und steigerte den Schanzenrekord auf 96 m.

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