Zum Hauptinhalt springen

Arsène Wenger – das Monument wankt

Arsenal hat seit sieben Jahren keinen Titel mehr gewonnen, in der Premier League stehen die Londoner nur auf Rang 7. Nach dem Aus im Ligacup gegen einen Viertligisten wird der Coach der Gunners attackiert.

Modische Katastrophe: Hält Arsène Wengers Mantel nicht nur die Kälte, sondern auch die negativen Schlagzeilen der englischen Presse ab? (8. Dezember 2012)
Modische Katastrophe: Hält Arsène Wengers Mantel nicht nur die Kälte, sondern auch die negativen Schlagzeilen der englischen Presse ab? (8. Dezember 2012)
Keystone
Enttäuschung: Die Arsenal-Spieler um den Deutschen Per Mertesacker (M.) lassen nach der Niederlage gegen Bradford City die Köpfe hängen, ...
Enttäuschung: Die Arsenal-Spieler um den Deutschen Per Mertesacker (M.) lassen nach der Niederlage gegen Bradford City die Köpfe hängen, ...
Keystone
Kandidat: Gerüchten zufolge soll Pep Guardiola als Nachfolger von Wenger gehandelt werden. (25. Mai 2012)
Kandidat: Gerüchten zufolge soll Pep Guardiola als Nachfolger von Wenger gehandelt werden. (25. Mai 2012)
Keystone
1 / 5

Die Trainerjacke von Arsène Wenger ist modisch eine Katastrophe; das synthetische Sakko sieht aus wie eine warme kugelsichere Weste. Sportlich wie auch symbolisch passt der Plastikmantel aber wie die Faust aufs Auge. Die englischen Revolverblätter schiessen seit Anfang Woche auf Wenger, und aus der Fankurve weht ihm ein eisiger Wind entgegen. Nach den mangelhaften Leistungen hat das Ausscheiden im Ligapokal gegen den Viertligisten Bradford City das Fass zum Überlaufen gebracht.

Nach der Niederlage gegen den krassen Aussenseiter brauche man nicht peinlich berührt zu sein, meinte Wenger und fügte trotzig an: «Wir haben alles versucht. Ich habe am Aufwand meiner Spieler nichts zu bemängeln. Wir haben auf einem glitschigen Rasen gespielt und unsere Chancen nicht genutzt. Wenn man ins Elfmeterschiessen geht, weiss man, was passieren kann.»

Altmeister Henry verbreitet nur wenig Hoffnung

Arsène Wenger hat schon etliche Stürme überstanden. Seit 16 Jahren steht er bei Arsenal an der Seitenlinie, nur United-Legende Alex Ferguson kann diese Marke auf der Insel um 10 Jahre übertreffen. Aller Loyalität zum Trotz naht das Ende des 63-jährigen Franzosen. Bei der Zusammenstellung des Kaders für die Zukunft wird Wenger für seine Unbeholfenheit kritisiert: Die geplante Rückholaktion von Altmeister Thierry Henry verbreitet nur wenig Hoffnung unter den Anhängern von Arsenal. Der 35-jährige Franzose verdient seit über zwei Jahren sein Geld bei Red Bull New York und hat den hohen Rhythmus der Premier League längst verloren.

Sollte Wenger bei Arsenal den Posten räumen müssen, gäbe es einen Mann, den er gerne als seinen eigenen Nachfolger sehen würde: Dragan Stojkovic. «Ich würde es toll finden, wenn Stojkovic mich beerbt. Es gibt Hunderte Gründe dafür», sagte Wenger im vergangenen Jahr. Die beiden arbeiteten einst in Japan bei Nagoya Grampus zusammen. Bei jenem Club ist Wengers ehemaliger Schützling mittlerweile selbst als Trainer aktiv.

Kommt Guardiola?

Doch die Gerüchteküche bei Arsenal bringt einen ganz anderen Namen hervor: Pep Guardialo. 14 Titel in vier Jahren, darunter zweimal die Champions League, sprechen für sich. Ironie des Schicksals: Arsène Wenger darf wohl noch bis Ende Saison bleiben, weil Pep Guardiola seine Auszeit in New York sicher bis nächstes Jahr ausdehnen will.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch