Berner ­Sieger im Snowboardcross

Alexandra Hasler und Gian von Graffenried holten sich an der Lenk den Schweizer-Meister-Titel.

Alexandra Hasler (in rot) fuhr allen davon. (Archivbild: Walter Dietrich).

Alexandra Hasler (in rot) fuhr allen davon. (Archivbild: Walter Dietrich).

Stephan Dietrich

Eine verkorkste Saison endet versöhnlich. Alexandra Hasler holte sich an der Lenk erstmals nationales Gold bei der Elite. Die 19-jährige Bernerin beendete den Finallauf im Snowboardcross hinter der Kanadierin Carle Brennemann als Zweite, für die Schweizer-Meisterschaft-Wertung reichte dies zum Titel.

«Das Resultat bedeutet mir viel», verrät die Gymnasiastin, die in den letzten Monaten einige Rückschläge verkraften musste.Am ersten Weltcupwochenende bestritt Hasler in Montafon den Teamwettkampf und stürzte. «Ich war durch eine Krankheit geschwächt, die Körperbeherrschung fehlte», erzählt sie. Die Folgen des Sturzes waren gravierend. Eine Luxation sowie gerissene Bänder an der Schulter führten zu einer Zwangspause.

Erst für die die Junioren-WM kehrte Hasler ins Renngeschehen zurück, war aber dort noch nicht bereit für ein Topresultat. Zur Elite-WM in der Sierra Nevada reiste sie zwar an, gab aber für den Wettkampf forfait.

Als verlorene Saison will Hasler die schwere Zeit nicht einstufen. «Ich habe eine Menge gelernt», sagt sie und blickt bereits nach vorne. Am nächsten Wochenende wird sie am Weltcup in Veysonnaz die Trainings bestreiten und danach entscheiden, ob sie den Renneinsatz wagen will.

Im Sommer schliesst die Schülerin das Gymnasium ab, danach geht es in die Spitzensportler-RS. «Vor allem das Gymer-Ende sehne ich herbei. Die Doppelbelastung Schule und Sport war in letzter Zeit zu gross.» Bald kann sie voll auf die Karte Sport setzen, das Ziel bleibt die Olympiateilnahme im nächsten Jahr.

Von Graffenried überrascht

Alexandra Hasler ist Mitglied des Skiclubs Birg Bern, und dieser hat gleich doppelten Grund zum Feiern. Bei den Männern holte sich überraschend Gian von Graffenried (Diemerswil) die Goldmedaille. Der 19-Jährige verwies in einem engen Rennen Tim Watter (Zürich) und Jonathan Cheever (USA) auf die Plätze.

Von Graffenried fuhr in dieser Saison einige Junioren- und Europacuprennen. Im Val Thorens realisierte er im Dezember im Europacup mit Rang 3 sein bisher bestes Resultat.

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt