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Die Beste hinter der Königin

Wendy Holdener hat auch beim Slalom in Zagreb den zweiten Platz erreicht. Und wieder wurde sie nur von Mikaela Shiffrin bezwungen, der besten Slalomfahrerin der Gegenwart.

Wendy Holdener nimmt die Trophäre für Platz 2 in Empfang.
Wendy Holdener nimmt die Trophäre für Platz 2 in Empfang.
Keystone

Wieder Zweite, wieder hinter Mikaela Shiffrin. Zum siebenten Mal schon nahm Wendy Holdener nach einem Weltcupslalom diesen Platz ein. Dass ihr der Sprung ganz nach vorn bisher verwehrt geblieben ist, dafür ist primär die Amerikanerin verantwortlich. Die Überfliegerin der Szene stand der Innerschweizerin zum bereits fünften Mal vor der Sonne. Dazu war sie in St. Moritz vor Wendy Holdener zum dritten Mal in Folge Slalomweltmeisterin geworden. Und auch vor zwei Tagen nach dem Parallelslalom in Oslo hatte die Reihenfolge gleich gelautet.

Wendy Holdener vermag sich mittlerweile auch bei schwierigen Bedingungen zu behaupten. Der zweite Lauf wurde bei Schneefall und zeitweiligem Regen gefahren, was die Piste zusätzlich strapazierte. «Früher hatte ich Mühe in Kursen mit Rillen und Spuren. Mittlerweile kann ich damit besser umgehen», erzählte die Schwyzerin. «Ich bin auch diesbezüglich auf dem ­richtigen Weg.» Trotz aller ­Fortschritte blieb auch sie im vierten Slalom der Saison gegen Mikaela Shiffrin chancenlos. Im Schlussklassement wies sie einen Rückstand von 1,59 Sekunden auf.

Im Finale war die Schweiz mit drei weiteren Fahrerinnen vertreten. Das Trio fiel in der Entscheidung zwar leicht zurück, trug aber dennoch zu einem ­guten Teamergebnis bei. Die durch eine Magenverstimmung geschwächte Mélanie Meillard, nach halbem Pensum Siebente, wurde Neunte. Michelle Gisin und Denise Feierabend fanden sich im Schlussklassement auf den Plätzen 13 und 16 wieder.

«Grosses Kino»

Für Mikaela Shiffrin hiess es nach den zwei Fahrten «Nomen est omen». Nach ihrem siebenten Sieg in diesem Winter durfte sie sich als Snow-Queen, als Schneekönigin, auszeichnen und sich die in Zagreb traditionelle Kristallkrone aufsetzen lassen. Die Amerikanerin war einmal mehr die Königin, zum dritten Mal am Sljeme nach 2013 und 2015. Für Wendy Holdener war es «grosses Kino», was Mikaela Shiffrin kurz nach Mittag im ersten Lauf auf­geführt hatte. Um mindestens 1,41 Sekunden hatte sie die Konkurrentinnen distanziert und deren Hoffnungen praktisch auf den Nullpunkt sinken lassen.

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