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«Diesmal hatte ich gute Beine»

Luca Aerni scheidet im ersten Lauf des Slaloms aus. Der Grosshöchstetter wirkt im Zielraum gefasst und stellt sachlich fest, dass er mit dem Schnee nicht zurechtgekommen ist.

Interview: Adrian Ruch
Auf Abwegen: Luca Aerni schied im Olympia-Slalom im ersten Lauf aus und fand im Zielraum deutliche Worte zu seiner Leistung.
Auf Abwegen: Luca Aerni schied im Olympia-Slalom im ersten Lauf aus und fand im Zielraum deutliche Worte zu seiner Leistung.
Keystone

Hatten Sie Probleme mit dem Schnee?Luca Aerni:Ja, ich hatte bei der Besichtigung zwar festgestellt, dass der Schnee aggressiv war, aber im Lauf war er dann noch aggressiver, als ich erwartet hatte. Oben rutschte ich etwas weg, da dachte ich: «Jetzt muss ich es gehen lassen.» Als ich direkter fuhr, reagierte der Ski sehr stark – es gelang mir nicht, damit umzu­gehen.

Hatten Sie in der Kombination mit den gleichen Schwierig­keiten zu kämpfen?

Nein, in der Kombination war ich nach meiner Krankheit noch nicht ganz fit. Diesmal hatte ich gute Beine, aber ich schaffte es nicht, mich an den Schnee anzupassen.

Es muss für Sie hart sein, nach guten Resultaten im Weltcup ausgerechnet die zwei wichtigsten Rennen vergeigt zu haben.

Im Weltcup war es gut gelaufen, und auch im Olympiariesenslalom fuhr ich gut. Das nehme ich mit, doch im Moment ist die Enttäuschung gross. Ich hatte mir schon einiges vorgenommen.

«Im Moment istdie Enttäuschung gross. Ich hatte mir schon einiges vorgenommen.»

Gingen Sie mit der Einstellung ins Rennen, alles zu riskieren, um eine Medaille zu holen?

Ich dachte nicht konkret an eine Medaille, aber ich wollte gut Ski fahren, angreifen, Vollgas geben.

Hat Sie das Ausscheiden von ­Dominator Marcel Hirscher ­beeinflusst?

Ich sah nicht einmal, dass erausgeschieden war. Wenn icham Start stehe, konzentriere ich mich nur auf mich.

Wie würden Sie ihr Olympia­erlebnis zusammenfassen?

Wir gingen im Athletendorf essen und trafen andere Sportler, das war ein cooles Erlebnis. Doch letztlich hätte ich gern eine schöne Erinnerung vom Rennen mit nach Hause genommen. Aber ein Wettkampf steht ja noch bevor.

Wissen Sie schon, ob Sie im ­Teamevent eingesetzt werden?

Nein, es ist noch nicht klar, wer fahren wird.

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