Doping-Video verbreitet – jetzt hat er Ärger am Hals

Dem Polizisten, der Aufnahmen des dopenden Langläufers Max Hauke an Medien weitergespielt hat, droht ein strafrechtliches Verfahren.

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Er hat die Welt an etwas teilhaben lassen, das die Öffentlichkeit sonst nicht zu Gesicht bekommt. Ein Polizist verbreitete das Video des österreichischen Langläufers Max Hauke, der bei einer Razzia im WM-Ort Seefeld in flagranti beim Blutdoping erwischt wurde, via Whatsapp, wodurch es zu verschiedenen Medien gelangte.

Das Interesse am Clip war zwar riesig, für den Beamten erwies sich die Aktion aber als Bumerang. Der Urheber muss strafrechtliche Konsequenzen fürchten. Die Person sei «ausgeforscht und vom Einsatz abgezogen» worden, bestätigte ein Sprecher des österreichischen Bundeskriminalamts der deutschen Nachrichtenagentur dpa. Auf den Beamten komme zudem ein Disziplinarverfahren zu.

Video: Langläufer dopt mit Eigenblut

Langläufer Max Hauke wird bei einer Bluttransfusion erwischt. Video: Youtube

Am Freitagmorgen teilte die Staatsanwaltschaft Innsbruck zudem mit, dass Hauke und seine vier ebenfalls festgenommenen Berufskollegen wieder frei sind. Alle fünf – Hauke und Landsmann Dominik Baldauf, die Esten Karel Tammjärv und Andreas Veerpalu sowie der Kasache Alexei Poltoranin – hatten zuvor Eigenblutdoping gestanden. Es werde nicht erwartet, dass sie die Ermittlungen «auf freiem Fuss beeinträchtigen».

Insgesamt waren am Mittwoch neun Verdächtige verhaftet worden, sieben davon in Seefeld und zwei in Erfurt. Die beiden in Seefeld festgenommenen mutmasslichen Komplizen des Sportmediziners aus Erfurt bleiben nach Angaben der Staatsanwaltschaft vorerst weiter in Haft und werden in die Justizanstalt Innsbruck gebracht. Das weitere Ermittlungsverfahren gegen sie soll von der Staatsanwaltschaft München geführt werden.

sda/red

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