Ehemalige Skirennfahrerin trug Medikamente auf sich

Nach dem Fund der Leiche berichten spanische Medien über psychische Probleme der Olympiamedaillengewinnerin.

Klarheit über die Todesursache wird es wohl erst nach der Obduktion geben.

Klarheit über die Todesursache wird es wohl erst nach der Obduktion geben.

(Bild: Keystone Ballesteros)

Elf Tage galt Blanca Fernández Ochoa als vermisst, ehe ihre Leiche am Mittwochmittag von einem freiwilligen Helfer auf über 1600 Metern über Meer in der Nähe des Gipfels La Peñota aufgefunden wurde. An der Suchaktion beteiligten sich mehrere hundert Beamte sowie unzählige Freiwillige. Mit Drohnen, Helikoptern und Spürhunden wurde nach der Vermissten gesucht.

Laut der Zeitung «El Mundo» glaubt die spanische Polizei nicht an einen Unfall der 56-Jährigen. Den ersten Ermittlungen zufolge weise der Körper, der vor dem Fund seit über sieben Tagen leblos war, keine offensichtlichen Wunden oder Traumata auf, welche auf einen Sturz hinweisen könnten. Zudem, so berichtet «El Mundo», habe die ehemalige Slalom-Spezialistin Medikamente bei sich getragen, welche ihr zur Behandlung ihrer psychischen Probleme verschrieben worden seien.

Spanische Sportstars sind bestürzt

Der Leichnam wurde inzwischen geborgen. Die Familie bat die Medien um Respekt und darum, die Resultate der Obduktion abzuwarten. Die spanische Sportwelt reagierte nach dem Tod der früheren Weltklasse-Skirennfahrerin mit grosser Betroffenheit.

Der 18-fache Grand-Slam-Gewinner Rafael Nadal würdigte Ochoa als «Pionierin für unser Land» und wünschte der Familie «viel Kraft in diesen traurigen und schwierigen Momenten». Goalie-Ikone Iker Casillas schrieb auf Twitter: «Heute ist ein sehr trauriger Tag für den spanischen Sport. Eine grosse Umarmung für die ganze Familie.» Der ehemalige Formel-1-Pilot und Weltmeister Fernando Alonso zeigte sich ebenfalls bestürzt und bezeichnete Ochoa als Legende, die immer in Erinnerung bleiben wird.

kvo

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