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Eine Kenianerin träumt von Weltcupsiegen

Sabrina Simader will als erste Afrikanerin im Skizirkus mehr sein als eine belächelte Exotin. Viel mehr.

Junge Frau mit hohen Zielen: Sabrina Simader. (Bild: Facebook)
Junge Frau mit hohen Zielen: Sabrina Simader. (Bild: Facebook)

Schnee sah die heute 17-jährige Sabrina Simader erstmals mit drei Jahren. Damals war sie zusammen mit ihrer Mutter Sarah gerade von Kenia nach Österreich übergesiedelt. Das Skifahren mit Josef Simader, der neuen Liebe der Mutter, machte dem Mädchen zunächst keinen Spass. Sie habe vor allem eines getan, nämlich gefroren, sagte sie der «Kleinen Zeitung».

Durch den sportlichen Vergleich mit den beiden leiblichen Kindern ihres Stiefvaters erwachte aber der Ehrgeiz in Sabrina Simader. Und so kam es, dass sie sich an der Ski-Hauptschule in Schladming einschrieb. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten. An den steirischen Meisterschaften 2012 gewann die in Kilifi bei Mombasa geborene Nachwuchsathletin Riesenslalom, Super-G und Kombination. Im selben Jahr starb Josef Simader, was ein schwerer Schlag für sie gewesen sei. Umso entschiedener strebt sie nun jenen Erfolg an, den ihr der Stiefvater stets ermöglichen wollte. 2015 wurde sie immerhin schon Abfahrtssiebte an der offenen deutschen Meisterschaften.

«In dieser Saison fahre ich noch alle Disziplinen und bestreite Europacup-Rennen. Aber mein grosses Ziel ist der Weltcup», so Sabrina Simader gegenüber der «Kleinen Zeitung». Damit ich sich professionell darauf vorbereiten könne, müsse sie rund 70'000 Euro pro Saison auftreiben. Und das ganz alleine. Es gibt zwar einen kenianischen Skiverband, dessen einzige alpine Rennläuferin Simader ist, finanzielle Hilfe kann sie aber nicht in Anspruch nehmen.

Dafür ist sie im Sommer Teil einer prominent besetzten Trainingsgruppe, der auch Marcel Hirscher und Max Franz, zwei der grössten Stars des österreichischen Verbandes, angehören. In diesem Winter soll es mit dem Weltcupdebüt klappen, 2017 mit der Teilnahme an der WM in St. Moritz. Spätestens in zehn Jahren möchte Sabrina Simader auf höchster Stufe regelmässig unter die ersten fünf fahren – und natürlich auch einmal ein Rennen gewinnen, am liebsten in einer Speed-Disziplin.

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