Ernstfall bei der Hauptprobe

Nils Mani möchte sich im Europacup für die grosse Bühne empfehlen.

Der Diemtigtaler Nils Mani strebt einen Startplatz für die Lauberhornabfahrt an.

Der Diemtigtaler Nils Mani strebt einen Startplatz für die Lauberhornabfahrt an.

(Bild: Ueli Flück)

Adrian Horn

Es ist viel geschehen. 2013 beendete Nils Mani die Europacup­abfahrt am Lauberhorn auf Platz zwei. Vincent Kriechmayr wurde Fünfter, Aleksander Aamodt ­Kilde Siebter, Josef Ferstl Fünfunddreissigster. 20-jährig war Mani damals, in derselben Saison triumphierte der Berner Oberländer an der Junioren-WM.

Kriechmayr und Kilde zählen inzwischen zu den besten Speedfahrern überhaupt. Ferstl gewann im letzten Winter den Super-G von Gröden – im Weltcup. Und Mani? Er wartet unverändert auf den Durchbruch.

Nach einem im März erlittenen Kreuzbandriss ist der Diemtigtaler dabei, Anschluss zu finden. Das Knie schmerze zwar abends, wenn am Mittag ein Sprung weit gegangen, die Piste besonders hart gewesen sei. Probleme aber bereite es längst keine mehr, sagt der gelernte Landmaschinen­mechaniker. Anfang Dezember gewann er in Italien binnen 48 Stunden drei FIS-Rennen, wobei es sich um Wettkämpfe auf dritthöchster Stufe handelte. Gut ­hätten ihm die Siege getan, erzählt er, «sie zeigten mir, dass ich noch immer schnell sein kann».

Heute und morgen finden in Wengen Europacupabfahrten statt, und für den 26-Jährigen sind sie weit mehr als bloss ein Gradmesser im Hinblick auf die Lauberhornrennen auf grosser Bühne. Sein Abschneiden dürfte einen nicht unwesentlichen Einfluss darauf haben, ob er eine Woche später überhaupt dabei sein wird. Es wäre der erste Einsatz im Weltcup seit dem verhängnisvollen Sturz in Kvitfjell, der ihn um ein gutes Resultat ­sowie um einen Teil der Saisonvorbereitung brachte.

Mani mag den Klassiker, er spricht hierbei vom jeweiligen Höhepunkt des Winters und deklarierte die Nomination vor seiner Rückkehr auf die Piste als erstes Ziel. Im gestrigen Training belegte er Rang 38, der Rückstand betrug über zweieinhalb Sekunden. Die frühe Startnummer erwies sich wegen des Neuschnees als Handicap, die Resultate sind auch deswegen nicht sehr aussagekräftig. In der Abfahrt fühle er sich grundsätzlich gut, sagt Mani. Und wie man am Lauberhorn schnell sein kann, weiss er ja.

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