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Fettner steht Sprung mit einem Ski – Gold für Österreich

Österreich gewinnt an der WM im Val di Fiemme das dramatische Teamspringen. Mann des Tages ist Manuel Fettner, der seinen Versuch mit nur einem Ski steht.

Manuel Fettners Sprung – und die mirakulöse Rettung.
Manuel Fettners Sprung – und die mirakulöse Rettung.
Keystone

Die Bilder von Manuel Fettners Landung werden um die Welt gehen. Ausgerechnet der unbekannteste Springer im österreichischen Team mit den Vierschanzentournee-Siegern Wolfgang Loitzl, Thomas Morgenstern und Gregor Schlierenzauer bescherte den favorisierten ÖSV-Adlern Gold. Fettner gelang im zweiten Durchgang ein starker Flug auf 129,5 Meter. Bei der Landung öffnete sich die Bindung am seinem hinteren Ski. Der Sturz und somit das Aus für Österreich schien unausweichlich. Doch Fettner zog die Landung auf einem Bein durch, glitt souverän über die Sturzlinie und liess sich erst danach vor Freude fallen. Cheftrainer Alex Pointner zog vor laufender Kamera den Hut.

Nach dem ersten Durchgang war der Kampf um die Medaillen noch offen. Halbzeit-Leader Norwegen und das fünftklassierte Japan lagen nur zehn Punkte auseinander. Österreichs Sieg vor Norwegen fiel letztlich deutlicher aus als erwartet. Dies lag neben Fettner auch an Morgenstern. Der Kärntner hatte in Umgang 1 lediglich 121 Meter in den Hang gelegt, blieb aber in der Reprise fehlerfrei. Dies im Gegensatz zu Tom Hilde, der Norwegen mit einem mässigen Sprung ins Hintertreffen brachte.

Der Kampf um Bronze verlief ebenfalls dramatisch. Weltmeister Kamil Stoch machte im letzten Umgang nochmals mächtig Druck. Deutschlands Schlussmann Richard Freitag behielt die Nerven und schnappte den Polen Rang 3 um 0,8 Punkte weg.

Die Schweizer verpassten den Final deutlich. Ausgerechnet Simon Ammann, der für das helvetische Quartett eröffnete, kam nicht über 118,5 Meter hinaus und musste sich mit dem neunten Zwischenrang seiner Serie begnügen. Gleichwohl sammelte er mehr Punkte als Killian Peier (110 m), Marco Grigoli (114 m) und Gregor Deschwanden (118 m). Das letzte Ticket für den Finaleinzug holte sich Italien, mit einem Vorsprung von über 16 Metern auf die Schweiz.

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