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Freunds Dominanz – Ammans Gedanken zur Zukunft

Der Deutsche Severin Freund holt auf der Grossschanze in Falun überlegen WM-Gold. Der Toggenburger Simon Ammann verpasst mit Rang 23 ein Top-Resultat deutlich.

Was bringt die Zukunft: Simon Ammann macht sich nach der Grossschanze so seine Gedanken.
Was bringt die Zukunft: Simon Ammann macht sich nach der Grossschanze so seine Gedanken.
Keystone

Simon Ammann belegte nach Flügen auf 125 und 114 Metern ohne Telemark-Landung letztlich den 23. Platz. Der Toggenburger war wie schon auf dem kleinen Bakken hinter Gregor Deschwanden (17.) zweitbester Schweizer. Gegenüber SRF zog Ammann eine zwiespältige Bilanz – gleichwohl wertete er seine bisherigen Auftritte in Falun als positives Zeichen. Er habe wieder den Mut gefunden, auf die Schanzen zurückzukehren. «Lust und Freude am Skispringen sind nachwievor da. Aber ich weiss noch nicht, wie es weitergeht. Es sind mehrere Optionen offen», erklärte der Ostschweizer gegenüber SRF. Das Wort «Rücktritt» nahm der vierfache Olympiachampion nicht in den Mund. Ein Entscheid, ob Ammann nach dem Saisonende als Aktiver zurücktreten wird, ist also noch nicht gefallen.

Der Finaldurchgang fand mit drei Swiss-Ski-Athledten statt. Neben Ammann und Deschwanden stiess auch Killian Peier ein zweites Mal vom Balken ab. Deschwanden, der am Freitag seinen 24. Geburtstag feiert, verfehlte mit 122,5 und 121,5 m die angestrebte Top-Ten-Klassierung. Dem Waadtländer Peier blieb nach 117 und 108,5 m auf Rang 30.

Ein überragender Favorit

Sieger wurde der favorisierte Severin Freund. Der Deutsche flog mit 134 und 135,5 m der Konkurrenz davon und gewann mit dem kaum für möglich gehaltenen Vorsprung von 22,3 Punkten, was 12,5 m entspricht. Silber holte überraschend Gregor Schlierenzauer (Ö), der bislang in Falun überhaupt nicht zurecht gekommen war und somit wie Phoenix aus der Asche stieg. Bronze liess sich Rune Velta, Norwegens Weltmeister von der Normalschanze, umhängen. Er widerlegte somit die Stimmen jener Kritiker, die von einem Zufalls-Weltmeister sprachen.

Der 14-fache Weltcupsieger Freund ist ein verdienter Weltmeister. Der fünffache Saisonsieger, im Vorjahr bereits Skiflug-Weltmeister, bescherte dem deutschen Team des früheren Schweizer Trainers Werner Schuster (Ö) das lang ersehnte WM-Gold an nordischen Titelkämpfen. Die Wartezeit betrug 14 Jahre. Martin Schmitt hatte 2001 in Lahti seinen Titel von 1999 erfolgreich verteidigt.

Freund dürfte der erfolgreichste Skispringer der WM 2015 in Falun werden. Auf dem kleinen Bakken hatte er Gold wegen eines Fehlers bei der Landung knapp Velta überlassen müssen. Danach stand er mit der Mixed-Mannschaft zuoberst auf dem Podest und auch beim Team-Springen am Samstag zählt er zu den Favoriten. Die Deutschen gewannen vor einem Jahr in Sotschi Olympia-Gold.

si/fal

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