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«Ich brauche Zeit, um das zu realisieren»

Der 36-jährige Neuenburger Didier Cuche sprach nach dem Gewinn des Abfahrts-Weltcups über Rekorde, die Sicherheitsdiskussion und sein Verhältnis zu den Österreichern.

Mit dem 342. Start und Rang 4 gewann Didier Cuche auf der Lenzerheide den Abfahrts-Weltcup.
Mit dem 342. Start und Rang 4 gewann Didier Cuche auf der Lenzerheide den Abfahrts-Weltcup.
Keystone
Didier Cuche präsentiert die Kristallkugel für den Sieg im Abfahrts-Weltcup.
Didier Cuche präsentiert die Kristallkugel für den Sieg im Abfahrts-Weltcup.
Keystone
Der unterlegene Österreicher Michael Walchhofer gratuliert Cuche sportlich fair.
Der unterlegene Österreicher Michael Walchhofer gratuliert Cuche sportlich fair.
Keystone
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Didier Cuche, dieser vierte Platz lässt sich sehr gut verkraften. Ja. Das ist mir heute völlig egal (lacht).

Waren Sie vor Ihrem Start über die Platzierung von Michael Walchhofer im Bilde? Aufgrund der Reaktion des Publikums, die bis zum Start hinauf zu hören war, hatte ich vermutet, dass es Michael Walchhofer nicht nach Wunsch gelaufen sein musste. Exakt war ich aber nicht orientiert.

Sie sind mit vier Gesamtsiegen im Abfahrts-Weltcup nun die Nummer 2 hinter Franz Klammer, der die Wertung fünfmal gewonnen hat. Ich brauche noch etwas Zeit, um das zu realisieren. Ich habe in meiner Karriere den Turbo spät gezündet. Deshalb war ich davon ausgegangen, dass ich solche Rekorde nicht ins Auge fassen kann.

Auch Günter Hujara (der FIS-Renndirektor mit dem Cuche zerstritten ist) hat Ihnen noch im Zielraum gratuliert. Ich glaube, er musste das tun vor so vielen Zuschauern bei einem Rennen in der Schweiz.

Ein Wort zu Michael Walchhofer? Ich hätte ihm die Kugel zu seinem Abschied gegönnt. Doch ich nehme sie natürlich ebenfalls sehr gerne.

Das Verhältnis gerade zu den Österreichern war zuletzt ja nicht mehr das beste. Im Normalfall herrscht Fairness vor. In Kvitfjell war dies jedoch nicht immer so. Ich fand auch den Vorwurf von Österreichs Cheftrainer Mathias Berthold schade, dass ich bei der FIS nur Kritik üben würde, um mir selber einen Vorteil zu verschaffen. Gestern hat mich ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel angerufen. Er hat mir die volle Unterstützung bei meinen Argumenten im Sinne der Sicherheit zugesagt.

Sie haben im Verlauf des Winters einmal gesagt, in Zukunft auf die Teilnahme im Riesenslalom zu verzichten. Konkret weiss ich das noch nicht. Fest steht bisher nur, dass ich den Riesenslalom in Val d'Isère wegen der jeweils geringen Torabstände nicht fahren werde.

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