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«Der Sturz in Wengen hat mir die Augen geöffnet»

Patrick Küng gibt in Kitzbühel seinen sofortigen Rücktritt bekannt. Der Glarner erklärt, weshalb er sich neu orientieren will.

Patrick Küng beendet seine Skikarriere: «Es war kein einfacher Entscheid.» <i>(Video: Marcel Rohner)</i>

Immer wenn es emotional wird an der Pressekonferenz, wird das Klicken der Kameras lauter und Patrick Küng fährt sich mit seiner linken Hand über den Hinterkopf. Immer dann, wenn die Stimme stockt und die Tränen rauswollen. Und dann sagt er die Worte, die eigentlich jeder im Raum erwartet hat, der am Morgen die Ankündigung der Konferenz erhalten hatte: «Ich trete hiermit vom aktiven Skisport zurück.»

Patrick Küng war im Training zur Lauberhorn-Abfahrt von letzter Woche gestürzt und mit über 100 km/h ins Fangnetz gerutscht. Er kam verhältnismässig glimpflich davon, mit einer Gehirnerschütterung, die ihm Sorgen machte. In der vergangenen Woche sei der Entscheid dann gereift, sagt Küng. Seine schönsten Momente seien natürlich der Sieg in Wengen gewesen und der Weltmeistertitel in Beaver Creek, ein Bubentraum. Und: «Man hat mir gesagt, Weltmeister werde ich immer bleiben.»

«Ich habe es letzten Frühling noch einmal versucht», sagt Küng. Er wollte herausfinden, ob er den Anschluss an die absolute Weltspitze noch einmal finden kann. Am Anfang habe er sich noch gut gefühlt, «der Sturz in Wengen hat mir dann nochmal die Augen geöffnet».

Im Tessin Weine probieren

Nun wird sich Küng von den Athleten und Trainern verabschieden. Und auch die anwesenden Journalisten werden zum Apéro eingeladen. Und dann? Dann will es Patrick Küng etwas gemütlicher angehen lassen als auf der Rennstrecke. Vielleicht einige Weine probieren, sagt er und findet doch noch zu einem Lächeln. Seine Freundin führt ein Grotto im Tessin. Der 35-jährige Glarner sagt: «Ich freue mich auch auf das, was mich jetzt erwartet.»

Damit meint er auch Kitzbühel. Die Rennen, die ab Freitag anstehen, hätten nie zu seinen Lieblingsrennen gehört, sagt Küng. Einen Sieg feierte er dort nie. Umso mehr geniessen kann er den Klassiker jetzt. «Denn als Aktiver kann man Kitzbühel nicht geniessen.»

So reagiert Beat Feuz auf Küngs Rücktritt:

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