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In den Spuren von Lara Gut

ski alpin In Adelboden hat der Final des Grand Prix Migros für viele leuchtende Kinderaugen gesorgt. Über 750 Jugendliche waren am Start.

Viele Eltern, Verwandte und Freunde feuerten an der Piste die Jugendlichen an.
Viele Eltern, Verwandte und Freunde feuerten an der Piste die Jugendlichen an.
Walter Dietrich

Die ehemaligen Gesamtweltcupsieger Lara Gut (2016) oder Carlo Janka (2010) wetteiferten als Kinder am Grand Prix Migros. Auch Wendy Holdener und Michelle Gisin, die beide im Februar an der WM in St. Moritz für Furore und Medaillen gesorgt hatten, duellierten sich beim legendären Kinderskirennen. Kaum ein helvetischer Skicrack, der als Dreikäsehoch nicht Schwünge beim geschichtsträchtigen Anlass in den Schnee gezogen hätte.

Der Grand Prix Migros, bei dem 8- bis 16-Jährige sich wettkampfmässig messen, ist für den Skisport eine Institution. Auch in diesem Winter liessen sich wieder Tausende von Kindern aus dem ganzen Land von der Magie der weissen Pisten verzaubern. Bei den 13 Ausscheidungsrennen, die während des ganzen Winters in bekannten Schweizer Skidestinationen durchgeführt wurden, qualifizierten sich die besten Fahrer und Fahrerinnen für den grossen Finalevent in Adelboden.

«Ich startete als Kind immer gerne hier.»

Weltmeister Luca Aerni

Der Ferienort im Berner Oberland putzte sich in den letzten Tagen heraus, um den über 750 Finalisten und Finalistinnen sowie ihren vielen Bekannten und Familienmitgliedern beste Kon­ditionen zu bieten. Schon letzten Donnerstag hatten die Jugendlichen die Gelegenheit, während des freien Trainings das Gelände und die Tücken des weichen Schnees kennen zu lernen. Am Freitag durften die Kinder auf dem Marktplatz in Adelboden Weltcupluft einatmen.

Die Eröffnungsfeier, bei der auch der ehemalige Direktor des Skiverbands und Alt-Bundesrat Adolf Ogi und Kombinationsweltmeister Luca Aerni zugegen waren, und die Ausgabe der Startnummern in feierlichem Rahmen sorgten für glänzende Kinderaugen. Aerni schrieb fleissig Autogramme, der Grosshöchstetter war als Jugendlicher selber beim Grand Prix am Start. «Ich startete immer gerne hier. So konnten wir uns schon früh mit anderen Kindern aus der ganzen Schweiz messen und wichtige Erfahrungen sammeln», sagte Aerni. Vieles erinnerte bei der Feier an das Weltcupwochenende, das in Adelboden jeweils zu einem Ausnahmezustand führt.

11 Berner Medaillen

Ab Samstagmorgen ging es für die Kinder mit den finalen Rennen dann so richtig los. Entsprechend angespannt war die Stimmung im Startraum. Wie vor der Abreise in ein Ferienlager herrschte hektisches Treiben. Hier ein Kind, das noch seine Skistöcke sucht, da eine Rennläuferin, die Probleme mit ihrer Skibrille hat. Die Eltern und Betreuer hatten alle Hände voll zu tun, bevor es für ihre Kids auf der Piste Aebi in einem Riesenslalom und einem Kombi-Race ernst wurde.

Am erfolgreichsten schnitten bei den Rennen vom Samstag und Sonntag die Kinder aus dem Kanton Wallis ab. Sie sicherten sich je 18 von insgesamt 108 Plätzen auf dem Podium. Zweiter war der Kanton Graubünden mit 15 Medaillen. Die Fahrerinnen und Fahrer aus dem Kanton Bern sammelten 11 Medaillen – darunter war auch die goldene durch die Thunerin Fay Looze bei den Mädchen mit Jahrgang 2009.

Für Timm Bütikofer von Swiss- Ski, Projektleiter des Grand Prix Migros, war der Anlass in Adelboden ein voller Erfolg. «Es ist alles reibungslos abgelaufen. Ein grosser Dank gilt dabei den rund 130 lokalen Helfern des Skiclubs Adelboden, ohne deren tägliche Arbeit ein solcher Event nicht möglich wäre.»

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