Joana Hählen «frustriert» nach Zeitmess-Chaos

Die Schweizerin fiel dem Rechenfehler nach der Abfahrt von Crans-Montana zum Opfer: «Mir fehlen die Worte.»

Hier begann das Chaos: Joana Hählens Zeit stoppt bei der Zieleinfahrt nicht. Video: SRF

Es ist ein Hin und Her: Am Dienstag korrigierte der Internationale Skiverband FIS die Klassierungen der Abfahrt von Crans-Montana abermals. Joana Hählen verlor ihren ersten Weltcup-Podestplatz, auch Lara Gut-Behrami flog vom Treppchen, dafür rutschte Corinne Suter auf Rang 3. Der Grund: Ein peinlicher Rechenfehler.

Nun äussert sich Joana Hählen auf der Website von Swiss-Ski: «Ich bin sehr enttäuscht, wie die ganze Sache gelaufen ist. Mir fehlen momentan die Worte. Es ist frustrierend, am Schluss auf dem 4. Rang mit nur zwei Hundertsteln Rückstand zu sein, wenn man weiss, dass meine Zeit nicht ganz genau ist, weil sie handgestoppt wurde. Ich kann es aber nicht beeinflussen und bin immer noch stolz auf meine Fahrt.»

Verband will erneute Analyse der Vorfälle

Auch der Verband ist über die Änderungen ganz und gar nicht erfreut. Auf seiner Website schreibt der Schweizer Verband: «Es ist für Swiss-Ski nicht vorstellbar, wie es einerseits zu den Unstimmigkeiten bei der Zeitmessung während des Rennens und andererseits in der nachträglichen Zeitberechnung kommen konnte. Das Vorgehen und die eingeleiteten Prozesse nach dem Auftreten der Unstimmigkeiten bei der Zeitmessung sind mehr als unglücklich und in dieser Form nicht zu akzeptieren.»

Und weiter: «Swiss-Ski wird deshalb die Unterlagen zu den Vorfällen und die neuesten Berechnungen eingehend prüfen und das weitere Vorgehen diskutieren. Neben der möglichst präzisen Herstellung der sportlichen Fairness steht dabei die Verhinderung solcher und ähnlicher Fälle für die Zukunft im Zentrum der Überlegungen.»

Klar scheint im Zeitmess-Chaos auch für den Verband nur eines: «Die Vorfälle vom vergangenen Samstag sind überaus schlechte Werbung für den alpinen Skisport».

Suter kann sich nicht wirklich freuen

Auch Corinne Suter lässt sich kritisch zitieren. Der Schweizer WM-Star von Are kommt nachträglich zum ersten Weltcup-Podestplatz: «Leider war die ganze Situation sehr chaotisch. Das Hin und Her war für einen Weltcup unwürdig – dies ist sehr schade für unseren Sport! Sehr gerne hätte ich meinen dritten Platz etwas anders gefeiert, so kann ich mich nicht wirklich darüber freuen.»

red

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