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Neureuther gewinnt das Slalom-Spektakel

Felix Neureuther schnappt sich im Final noch Halbzeit-Leader Marcel Hirscher und gewinnt den Weltcup-Slalom in Wengen mit 0,21 Sekunden Vorsprung vor dem Seriensieger.

Der Jubel im Ziel: Felix Neureuther kann nach einem tadellosen Finallauf ganz an die Spitze vordringen.
Der Jubel im Ziel: Felix Neureuther kann nach einem tadellosen Finallauf ganz an die Spitze vordringen.
Alessandro Trovati, Keystone
Der Deutsche fährt sehr sauber und explosiv, findet die richtige Mischung. Schon sein Papa hat in Wengen triumphiert.
Der Deutsche fährt sehr sauber und explosiv, findet die richtige Mischung. Schon sein Papa hat in Wengen triumphiert.
Alessandro Trovati, Keystone
Markus Vogel dagegen enttäuscht. Er findet in beiden Läufen den Rhythmus nicht, fährt auch zu verhalten. Ihm fehlt es an der Sicherheit, um für einen weiteren Exploit zu sorgen.
Markus Vogel dagegen enttäuscht. Er findet in beiden Läufen den Rhythmus nicht, fährt auch zu verhalten. Ihm fehlt es an der Sicherheit, um für einen weiteren Exploit zu sorgen.
Peter Klaunzer, Keystone
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Vor dem Finaldurchgang hatte in Wengen Hochspannung geherrscht. Gleich 15 Fahrer waren nach dem ersten Lauf innerhalb von einer Sekunde klassiert. Das Top-Trio Marcel Hirscher, Felix Neureuther und Jens Byggmark war gar nur durch elf Hundertstel getrennt gewesen.

Während der Schwede Byggmark im zweiten Umgang weit zurückfiel, setzte sich Neureuther auf dem von seinem Trainer Albert Doppelhofer gesetzten Kurs an die Spitze. Einzig Hirscher konnte dem 28-jährigen Deutschen noch dessen vierten Weltcup-Sieg streitig machen. Der Gesamtweltcup-Leader führte bei der letzten Zwischenzeit noch mit vier Hundertsteln Vorsprung, doch dank des besseren Finishs behielt Neureuther schliesslich die Oberhand. Amüsant: Beat Feuz, im Vorjahr grosser Sieger in der Abfahrt vom Lauberhorn, stattete dem befreundeten Bayern am Vorabend noch einen Besuch ab. Dritter wurde Vorjahressieger Ivica Kostelic. Der Kroate hatte in Wengen schon am Freitag in der Super-Kombination die Top 3 erreicht.

Inglins Fazit der Slalom-Equipe

Ramon Zenhäusern sorgte wie vor Wochenfrist im Slalom von Adelboden – als er als 22. erstmals im Weltcup gepunktet hatte – für das beste Resultat aus Schweizer Sicht. Der 20-jährige Walliser wurde in Wengen 21., mit 2,13 Sekunden Rückstand auf Sieger Neureuther. Zenhäusern muss übrigens morgen wieder die Schulbank in Brig drücken. Den kurzen Aufenthalt in der Leaderbox empfand er als ausgesprochen cool. Ein paar wenige Punkte gab es ebenfalls für Marc Gini (25.) und den doch enttäuschenden Markus Vogel (27.). Der Berner Luca Aerni war am Morgen nach guter erster Zwischenzeit ausgeschieden.

Der Schweizer Cheftrainer Osi Inglin meinte gegenüber SRF, dass er mit dem 21. Rang von Zenhäusern zufrieden sei. Was Vogel und Gini betraf, so hätten beide angegriffen, aber zu viele Fehler gemacht. «Die absolute Sicherheit fehlt noch. Das ist der Unterschied zu den besten Slalomfahrern. Das Niveau der Spitze hier in Wengen war einmal mehr beeindruckend.»

Wengen. Weltcup-Slalom der Männer: 1. Felix Neureuther (De) 1:50,53. 2. Marcel Hirscher (Ö) 0,21. 3. Ivica Kostelic (Kro) 0,25. 4. Manfred Mölgg (It) 0,46. 5. Stefano Gross (It) 0,62. 6. Fritz Dopfer (De) 0,66. 7. Giuliano Razzoli (It) 1,04. 8. Mattias Hargin (Sd) 1,10. 9. Axel Bäck (Sd), Markus Larsson (Sd) 1,11. Ferner: 21. Ramon Zenhäusern (Sz) 2,13. 25. Marc Gini (Sz) 2,33. 27. Markus Vogel (Sz) 3,09. - Im ersten Lauf ausgeschieden: u.a. Luca Aerni (Sz).

(si)

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