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Österreichs Slalomkönigin auf der Höhe von Vreni Schneider

Marlies Schild feiert in Courchevel ihren 34. Slalom-Sieg im Weltcup. Damit egalisiert sie den Rekord von Vreni Schneider.

Ein Jubel der Erleichterung in  Courchevel: Nach langer Durststrecke kann Marlies Schild wieder einen Slalom gewinnen. Damit zieht die Salzburgerin mit...
Ein Jubel der Erleichterung in Courchevel: Nach langer Durststrecke kann Marlies Schild wieder einen Slalom gewinnen. Damit zieht die Salzburgerin mit...
Reuters
...Vreni Schneider gleich. Die Glarnerin fuhr ebenfalls 34 Siege im Slalom-Weltcup heraus.
...Vreni Schneider gleich. Die Glarnerin fuhr ebenfalls 34 Siege im Slalom-Weltcup heraus.
Keystone
Auch Denise Feierabend kann mit ihrer Rangierung – Platz 19 – zufrieden sein. Die Engelbergerin ist ja auch lange Zeit verletzt gewesen und hat in Levi ihr Comeback gegeben.
Auch Denise Feierabend kann mit ihrer Rangierung – Platz 19 – zufrieden sein. Die Engelbergerin ist ja auch lange Zeit verletzt gewesen und hat in Levi ihr Comeback gegeben.
Keystone
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Dass Marlies Schild in der Statistik zu Vreni Schneider aufschliessen wird, schien aufgrund der lange währenden Überlegenheit der Salzburgerin lediglich eine Frage der Zeit zu sein. Doch der Vormarsch in den Rekordlisten wurde vor einem knappen Jahr jäh gebremst. Vier Tage vor Weihnachten zog sich Marlies Schild im schwedischen Are bei einem Sturz im Training einen Innenbandriss im rechten Knie zu. Knapp zwei Monate später gab die Salzburgerin bei der WM in Schladming zwar ihr Comeback, doch mehr als Rang 9 lag nicht drin.

Im ersten Weltcup-Slalom dieses Winters in Levi war Marlies Schild schon im ersten Lauf ausgeschieden, doch im zweiten Versuch schaffte sie die Egalisierung von Vreni Schneiders Rekord – dort, wo sie 2010 und 2011 schon die bisherigen zwei Slaloms für sich entschieden hatte. Auch Rückenprobleme, wegen denen sie sich zumindest derzeit ganz auf ihre Spezial-Disziplin konzentriert, konnten sie diesmal am historischen Erfolg nicht hindern. Marlies Schild fuhr bereits wieder wie zu ihren besten Zeiten – so, als wäre sie wegen der Verletzung zu Beginn des Jahres nie weg gewesen.

Jüngere Schild-Schwester erstmals in Führung

Im ersten Lauf waren zwei Fahrerinnen noch schneller gewesen als Marlies Schild. Ihre jüngere Schwester Bernadette hatte das Klassement vor der Schwedin Frida Hansdotter angeführt. Bernadette Schild wurde schliesslich Dritte und schaffte es damit zum zweiten Mal in einem Weltcup-Slalom aufs Podest; im März war sie beim Finale in Lenzerheide Zweite geworden. Frida Hansdotter klassierte sich in den französischen Alpen im zweiten Rang – einmal mehr. Die Schwedin nimmt zum siebenten Mal in einem Weltcup-Slalom diese Position ein, gewonnen hat sie noch nie. Hansdotter verhinderte den total Triumph der Österreicherinnen. Hinter ihr und Bernadette Schild fuhren mit Kathrin Zettel und Michaela Kirchgasser zwei weitere ÖSV-Athletinnen in die Ränge 4 und 5.

Eine Enttäuschung erlebte Weltmeisterin Mikaela Shiffrin. Die 18-jährige US-Amerikanerin musste sich nach ihrem überlegenen Triumph beim Slalom-Auftakt in Levi mit Rang 12 bescheiden.

Hoffnungsvolle Schweizerinnen

Bestklassierte der drei Schweizer Finnalistinnen war Wendy Holdener. Die Schwyzerin rehabilitierte sich mit Platz 9 für das Ausscheiden in Levi. Nach dem ersten Lauf hatte sich an 13. Stelle gelegen. Michelle Gisin machte im zweiten Durchgang sogar zehn Positionen gut und schaffte mit Rang 16 ihr zweitbestes Ergebnis im Weltcup. Besser klassiert war sie bislang einzig im vergangenen Januar als Neunte in Flachau gewesen. Denise Feierabend, wie die Gisin-Geschwister eine Engelbergerin, liess mit Platz 19 nach ihrem gelungenen Comeback vor einem Monat in Levi erneut ein zählbares Ergebnis folgen. In Finnland hatte sie nach einem Kreuzbandriss und langer, von Komplikationen geprägten Verletzungspause als Zehnte auf Anhieb ihr Bestergebnis in einem Weltcup-Slalom abgeliefert.

Zu den geschlagenen Athletinnen zählte auch Mari Höfl-Riesch. Die Deutsche schied im 1. Durchgang aus, wurde aber gemäss eigenen Angaben von einem Handy gestört. Das Mobiltelefon sauste während Höfl-Rieschs Fahrt die Piste herunter, die sonst so nervenstarke Fahrerin fühlte sich dadurch in der Konzentration gestört. Die Jury ging aber nicht auf einen Protest des Deutschen Ski-Verbandes ein.

(si)

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