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Olympia kommt für Suter zum richtigen Zeitpunkt

Anlässlich des gestrigen Super-G hat sich Lindsey Vonn auch in St.Moritz in die Siegerliste eingetragen. Fabienne Suter belegte auf der Corviglia die Ränge 3 und 4. Olympia kommt für die Schwyzerin zum richtigen Zeitpunkt.

Fabienne Suter während der Fahrt auf den vierten Super-G-Platz – und in die Rolle der Leaderin des Schweizer Olympiaquintetts.
Fabienne Suter während der Fahrt auf den vierten Super-G-Platz – und in die Rolle der Leaderin des Schweizer Olympiaquintetts.
Keystone

«Lieber heute als an den Olympischen Spielen», kommentierte Fabienne Suter ihren vierten Rang. Weil der Start wegen des Windes nach unten versetzt worden war und die Fahrzeit nur knapp mehr als eine Minute betrug, wurde der Super-G von St.Moritz zum Rennen der geringen Abstände. So war der kleine Fehler, den Suter beging, ein kleiner Fehler zu viel, um Lindsey Vonn gefährden zu können. Die Amerikanerin distanzierte die zeitgleichen Andrea Fischbacher (Ö) und Marie Marchand-Arvier (Fr) um 0,17 Sekunden, Suter um 21 Hundertstel.

Die Französin bestätigte mit ihrem mit Abstand besten Super-G-Resultat die überraschende WM-Silbermedaille von Val d’Isère, wo sie vor wenigen Wochen noch schwer gestürzt war. Fischbacher war im Kombinations-Super-G die Schnellste gewesen und glänzte zwei Tage später erneut, obwohl sie in der Abfahrt gestürzt war. Die Österreicherin kam mit blauen Flecken und Rückenschmerzen glimpflich davon – im Gegensatz zu Nadia Fanchini bei ihrem Sturz im Super-G. Die begabte Italienerin zog sich Kreuzbandrisse in beiden Knien zu.

Abfahrt an Riesch

Fabienne Suter konnte St.Moritz mit erfreulichen Erkenntnissen verlassen. Mit den Rängen 3 (Abfahrt), 4 (Super-G) und 5 (Super-Kombination) zeigte sie, dass sie sich rechtzeitig für die Olympischen Spiele ihrer Bestform nähert. «Zudem wissen wir jetzt, dass Lindsey schlagbar ist.» Suter bezog die Aussage einerseits auf die Rückstände im Super-G, andererseits auf das Verdikt der Abfahrt am Samstag, als Maria Riesch Vonns Siegesserie durchbrochen hatte und die Amerikanerin «nur» Fünfte geworden war.

Gut, aber nicht gut genug

Neben Suter konnte auch ihre Klubkollegin im SC Hochstuckli auf eine geglückte Olympiahauptprobe verweisen – Nadia Styger belegte Rang 7. Nach enttäuschenden Auftritten in Cortina und in der St.Moritzer Abfahrt (19.) reist die Schwyzerin am Freitag mit einem positiven letzten Eindruck nach Kanada. «Last Minute» hatte auch Monika Dumermuth einen Platz im Olympiaflieger ergattern wollen. Vom geforderten siebten Platz trennten die 32-jährige Bernerin als Zwölfte 0,35 Sekunden. Dumermuth hatte die Abfahrt ausgelassen und ihre ganze Energie in den Super-G gesteckt. Der Schachzug zahlte sich aus, jedoch nicht im erhofften Mass.

So bleibt es bei einem Quintett, welches die Schweiz in den olympischen Skirennen vertreten wird: Suter, Styger, Andrea Dettling (gestern 16.), Nadja Kamer (28.) und Dominique Gisin (40.). Für Letztere war am wichtigsten, dass ihr Knie die Belastungsproben bestanden hatte.

Federer vor dem Super-G

Lindsey Vonn hatte weder die Kombination noch die Abfahrt für sich entschieden, was bei den für sie geltenden Massstäben schon fast als «Durststrecke» bezeichnet werden muss. Am Sonntag realisierte sie in St.Moritz ihren ersten Sieg. Vor dem Start hatte Vonn noch die Muse gefunden, ihrem grossen Sporthelden Roger Federer zuzuschauen, den sie in Wimbledon und Paris schon persönlich getroffen hatte.

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