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Pistenarbeiter in Sotschi drohen mit Streik

Die Pistenhelfer sind mit den Arbeitsbedingungen in Sotschi unzufrieden und wollen sich wehren.

Ungemach in Sotschi: Die Pistenarbeiter drohen mit Streik.
Ungemach in Sotschi: Die Pistenarbeiter drohen mit Streik.
Keystone

In Krasnaya Polyana, wo die olympischen Skiwettbewerbe stattfinden, gab es in den vergangenen Tagen zwei Meter Neuschnee, gestern regnete es in Strömen – schwierige Bedingungen für die Pistenpräparation. Und genau jetzt drohen die Pistenarbeiter mit einem Streik. Sie wollen sich damit gegen menschenunwürdige Unterkünfte, miserables Essen und ausbleibende Bezahlung wehren. «Ich habe von diesen Problemen gehört», sagte FIS-Renndirektor Günter Hujara gestern in Schladming, wo heute der Nachtslalom stattfindet. «Ich werde auf jeden Fall versuchen, mir ein exaktes Bild der Situation zu machen, und sollten die Beschwerden berechtigt sein, werden wir die Pistenarbeiter unterstützen, so gut wir können.» Im schlimmsten Fall würden dann eben keine Rennen durchgeführt, sagte Hujara. Das wäre imagemässig ein Desaster für die Organisatoren und den russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Streikdrohung bestätigt

Der Chef der Flotte der Pistenfahrzeuge ist Schladminger, er hat Hujara gestern telefonisch gesagt, dass für ihn und andere internationale Experten, die von der FIS nach Sotschi delegiert wurden, die Verhältnisse «akzeptabel» seien, wie Hujara sagte. Aber die Streikdrohung wurde vom Flottenchef bestätigt. Der Einfluss der FIS hält sich allerdings in Grenzen. «Das IOK vergibt die Spiele, und die Fachverbände müssen dann in sportlicher Hinsicht das Beste daraus machen», sagte Hujara. Dennoch werde er sich die Verhältnisse sehr genau ansehen, «und ich werde dann sicherlich nicht schweigen».

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