Verhafteter Doper zieht Geständnis zurück

Langläufer Alexei Poltoranin will nichts mehr von Doping wissen. Das Geständnis sei unter Druck entstanden.

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Da hör mal einer an: Der kasachische Langläufer Alexei Poltoranin, beim Doping-Skandal an der Nordisch-WM in Seefeld verhaftet, zieht sein Dopinggeständnis zurück. Er behauptet, dass er beim Verhör durch die Polizei unter psychologischem Druck ausgesagt habe.

«Ich war in einer Einzelzelle in einem kalten Keller mit minimaler Ausstattung. In diesem Augenblick dachte ich, ich würde alles tun, um freigelassen zu werden und zu meiner Familie zurückzukehren», sagte der 31-Jährige gegenüber dem russischsprachigen Portal bnews.kz. Er versuche sich jetzt von seinem in Haft erlittenen «psychologischem Trauma» zu erholen.

Mein Name ist Hase, ich weiss von nichts

Wieder auf freiem Fuss behauptet Poltoranin sogar, nicht gedopt zu haben. «Alle abgegebenen Tests ergaben, dass ich keine illegalen Substanzen genommen habe. Ich dachte zwar daran, die verbotene Methode anzuwenden, habe es aber schliesslich nicht getan», so Poltoranin weiter.

Poltoranin war am 27. Februar während der Nordischen Ski-WM in Seefeld zusammen mit den beiden Österreichern Max Hauke und Dominik Baldauf sowie den Esten Karel Tammjärv und Andreas Veerpalu wegen Verdacht auf Blutdoping verhaftet worden. Gemäss Angaben der Staatsanwaltschaft Innsbruck legte Poltoranin wie die anderen Athleten ein Geständnis ab und wurde anschliessend wieder auf freien Fuss gesetzt. Von einem Widerruf Poltoranins wisse man bisher nichts, hiess es am Freitag bei der Staatsanwaltschaft.

heg

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