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«Weni nume wüsst, wo...»

«...ds Vogellisi wär...» Der Ohrwurm, die Hymne Adelbodens, wird am Skiweltcup wieder tausendfach und vielkehlig intoniert. Wie aber ist der Klassiker entstanden?

Es ist zwar nur ein simples und einstrophiges Lumpeliedli, dennoch ist es nationales Kulturgut. Mehr noch: Auch ennet der Grenzen ist das Lisi, das von Adelboden her kommt, in vieler Munde: Der Festhüttengaudi-Star DJ Ötzi sorgt mit ihm ebenso für Stimmung wie der Boss himself: US-Rockbarde Bruce Springsteen eröffnete mit dem Ohrwurm 2009 sein ausverkauftes Konzert im Berner Stade de Suisse.

«Das Vogellisi ist der beste Werbeträger Adelbodens», sagt Jürg Blum – und betont, dass das Lied mit der Figur des Lisi aber nicht in Verbindung stehe. Blum wird es wissen, bis Ende 2013 war er Gemeindepräsident und bis letzten März auch der Kurdirektor im Lohnerdorf. Zudem kannte er das Vogellisi respektive die Frau, die Auslöser für den musikalischen Geniestreich war, persönlich. «Sie hiess Violette und arbeitete Mitte der 1950er-Jahre als Saisonfotografin in Adelboden.» Jürg Blum war 6- bis 10-jährig, wie er sagt, als er der «gut aussehenden jungen» Violette, die Adelboden und seinen Gästen den Kopf verdreht und Freundschaften öfters gewechselt haben soll, wiederholt vor die Linse lief. «Meine Eltern sollten dann immer die Papierabzüge der Fotos kaufen» Er lacht.

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