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Wieder in der Spur

Für Martina Kocher beginnt am Samstag der Rodel-Weltcupwinter. Die 29-jährige Bernerin ist zwar weiterhin dem Schweizer Verband unterstellt, sie geht künftig aber eigene Wege.

Das Lachen wiedergefunden: Martina Kocher steigt optimistisch in die am Wochenende beginnende Weltcupsaison.
Das Lachen wiedergefunden: Martina Kocher steigt optimistisch in die am Wochenende beginnende Weltcupsaison.
Keystone

Wie ein Häufchen Elend stand sie da; die Augen gerötet, die Stimme stotternd. Martina Kocher, an und für sich eine Frohnatur, war am Boden zerstört. Sie rang nach Worten, suchte Erklärungen.

Im Februar dieses Jahres verstand Kocher die Welt nicht mehr. Platz 9 im Olympiarennen der Rodlerinnen entsprach bei weitem nicht den Erwartungen, nicht nach der Vorgeschichte. Im Training hatte sie die Bahn in Sotschis Hochgebirge im Griff gehabt, war dreimal als Zweit- und einmal als Drittschnellste gestoppt worden. Der Wettkampf jedoch missriet, die Bernerin scheiterte an sich selbst, kam mit der Rolle der Mitfavoritin nicht zurecht. Nach den ersten zwei Läufen erlitt sie einen Migräneanfall, musste sich mehrmals übergeben. Frustriert kehrte sie aus Russland zurück – und dachte laut ans Aufhören.

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