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Tschannens Rekordjagd

Mit seinem 700. Skorerpunkt kommt Langenthals Stürmer Stefan Tschannen bald schon dem besten Schweizer Punktesammler der NLB-Geschichte näher.

Leroy Ryser
Herausragende Skorerwerte: Stefan Tschannen skort und skort.
Herausragende Skorerwerte: Stefan Tschannen skort und skort.
Estelle Vagne (Freshfocus)

Es war ein historisches Tor, das Stefan Tschannen am letzten Freitag in der 9. Minute in Biasca erzielte. Es war sein 700. Punkt für den SC Langenthal. In der Swiss League ist er damit endgültig bei den Besten der Besten angekommen. Während Kelly Glowa ganz zuoberst auf Rang eins mit 1052 Punkten kaum mehr einzuholen ist, steht Tschannen bald schon auf gleicher Stufe mit den besten NLB-Stürmern mit Schweizer Pass.

Steven Barras hat in 757 Spielen gleich viele Punkte produziert, Michael Neininger in 853 Einsätzen vorwiegend für La Chaux-de-Fonds sogar deren 885. Im Schweizerpass-Ranking steht Tschannen mit seinen 308 Toren und 393 Assists auf dem dritten Rang, im generellen Ranking schafft er hinter Brent Kelly (Rang 8) immerhin den 11. Platz.

Mit seiner überragenden Quote von 1,315 Punkten pro Spiel würde Tschannen nach rund 150 Spielen – wenn er weiterhin so produktiv ist – bereits den dritten Rang hinter Glowa und Dominic Forget (953 Punkte) und vor allen Stürmern mit Schweizer Staatsangehörigkeit einnehmen. Für den 34-Jährigen ist dies kein Ding der Unmöglichkeit.

Dank Kelly und Campbell

Bereits jetzt hört sich seine Statistik atemberaubend an. An insgesamt 701 Toren des SC Langenthal war der heutige Captain beteiligt. Dies habe viel mit seinen Sturmpartnern zu tun. Mit Brent Kelly und Jeff Campbell sei er zuletzt sehr produktiv gewesen, ohne ihre Hilfe wäre er nicht dort, findet Tschannen. «Viel wichtiger sind mir jedoch die 533 Einsätze für den SCL. Die zeigen meine Vereinstreue und die Tatsache, dass ich hier lange Erfolg haben konnte», erklärt er. Natürlich sei die Punkteausbeute auch schön. «Sie wird wahrscheinlich an Wert gewinnen, wenn ich meine Karriere beende und auf meine Erfolge zurückblicke.»

Die Punkte sollen aber vorerst nicht weniger werden, weiterhin sei er hungrig auf Erfolge, sei es mit dem Team oder für sich persönlich. Das ändert sich auch nicht mit der grossen Umstellung, die sich für nächste Saison beim SCL abzeichnet. Die Ära Kelly/Campbell wird zu Ende gehen.«Vielleicht muss man irgendwann darüber sprechen, einen jungen Spieler in der ersten Linie neben den Ausländern aufzubauen. Ich glaube nicht, dass ich 20 Jahre lang genau gleich skoren kann», blickt Tschannen in die Zukunft.

Dass er auch neben anderen Mitspielern erfolgreich war – in der Saison 2005/06 steuerte er neben Eric Lecompte und Steve Larouche 54 Punkte in 40 Spielen bei –, zeigt aber, dass er sich in der Offensive wohler fühlt als in der Defensive. Statt Boxplay-Spielen und Schüsse zu blocken, sei eher das Passen und Schiessen vor dem gegnerischen Tor sein Ding, sagt er.

Mit Kummer wieder besser

Damit hat es zu Beginn der Saison noch geharzt, mittlerweile läuft es wieder besser – nicht zuletzt, weil Dario Kummer neuerdings in der Mitte der Paradelinie stürmt. «Er ist clever und hat 2017 schon mit uns gespielt», begründet Tschannen den Aufschwung. Michael Neininger und seine Nachfolger beim HC La Chaux-de-Fonds müssen sich deshalb auch am Dienstagabend ab 20.00 Uhr im Schoren in Acht nehmen.

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