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EU-Regeln zu streng umgesetztEr wollte die Öko-Revolution – und muss jetzt 10’000 Ravioli in Säckli füllen

Ein Schwyzer Jungunternehmer verkauft Tiefkühlkost unverpackt, bis ihn der Lebensmittelinspektor stoppt. Doch jetzt erhält er Unterstützung aus der Politik.

Peter Zihlmann von Dinnair. Wegen der Hygieneverordnung muss er seine Tiefkühllebensmittel plötzlich doch noch verpacken.
Peter Zihlmann von Dinnair. Wegen der Hygieneverordnung muss er seine Tiefkühllebensmittel plötzlich doch noch verpacken.
Foto: Sabina Bobst

Am 20. Mai 2020 erhielt Peter Zihlmann einen Anruf aus Rafz. Auf dem Spargelhof der Familie Jucker hatte eine Lebensmittelkontrolle stattgefunden. Die Inspektorin hatte die Tiefkühltruhe von Peter Zihlmann beanstandet. Tiefgekühlte Lebensmittel dürften nur vorverpackt verkauft werden, so die Beamtin.

Peter Zihlmann blieb trotzdem locker. Es war nicht die erste Lebensmittelkontrolle bei einer seiner Kühltruhen. Und er hatte seit mehr als einem Jahr am Konzept seiner Firma Dinnair gearbeitet und war dabei vom gemeinsamen Lebensmittelinspektorat der Urkantone begleitet worden. Er hatte es schriftlich, dass seine Idee zulässig sei, tiefgekühlte Lebensmittel offen in einer Gefriertruhe statt in Plastik zu verkaufen. Das Geschäft war gut angelaufen. Auch wegen Corona hatte er neue Verkaufspartner gefunden, bei denen er Tiefkühltruhen aufstellte und sich die Kunden mit ihren eigenen Behältern bedienen und so Abfall vermeiden konnten.

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