ZSC siegt nach Aufholjagd gegen Langnau

Trotz starkem Auftritt unterliegen die SCL Tigers auswärts den ZSC Lions 4:5 nach Verlängerung. Die Langnauer geben dabei mehrmals eine Führung aus der Hand.

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Gegen lange Zeit mehr als nur ebenbürtige SCL Tigers haben die ZSC Lions zwei verschiedene Gesichter gezeigt. Nach 0:2- respektive 2:3-Rückstand sowie 4:3-Führung resultierte am Ende ein 5:4-Overtime-Sieg. In Erinnerung bleiben wird vor allem das Schlussdrittel. Was waren das für verrückte 20 Minuten: Die ZSC Lions, die zunächst zwei Mal einen Rückstand ausgleichen, dann erstmals in diesem Spiel in Führung gehen (4:3) konnten, dann drei Minuten vor Schluss Goalie Flüeler benötigen, der einen Penalty des Langnauer Topskorers Pesonen hielt. Und die Lions, die dennoch in die Overtime mussten, weil Schmutz 75 Sekunden vor Schluss doch noch zum 4:4 ausglich. Eine Verlängerung, in der die Zürcher zunächst ein Powerplay ungenützt verstreichen liessen, um dann sechs Sekunden später dank Marcus Krügers Tor dennoch 5:4 zu gewinnen.

Tigers mit starkem Auftritt

Doch zuvor herrschte verkehrte Welt im Hallenstadion. Es war nicht das heimstärkste Team der Liga, die ZSC Lions, die in Zürich dem Spiel den Stempel aufdrückten. Nein, es waren die Gäste, die phasenweise gar dominierten. Erstaunlich gut war er, der Auftritt der SCL Tigers, die in den letzten neun Spielen nur zwei Mal siegreich gewesen waren. Nur eine Emmentaler Wahrheit bewahrheitete sich einmal mehr. Die Mannschaft benötigt einen immensen Aufwand, um zu Torerfolgen zu kommen. Die Tigers mussten sich bis ins zweite Drittel gedulden, dann trafen Ben Maxwell und Andrea Glauser (1. Saisontor) nach jeweils schöner Vorarbeit Chris DiDomenicos im Powerplay. Es brauchte offenbar den 0:2-Rückstand, um die vorher sehr passiven ZSC Lions zu wecken. Es kamen Emotionen ins Spiel, die Aufholjagd und Teil 2 einer irren Partie konnte beginnen.

Lugano bezwingt Rapperswil nach Verlängerung

Bei den Lakers ist derzeit das Spieler-Leasing äusserst populär. Letzte Woche haben sie bei Servette Verteidiger Eliot Antonietti für zumindest einen Monat erstanden. Gestern bedienten sich die St. Galler erneut bei Genf und borgten sich Stürmer Juraj Simek. Vorerst bis zur Nati-Pause im November. Die Verträge von Antonietti und Simek laufen bei Servette Ende Saison aus und beide haben keine guten Aussichten auf eine Vertragsverlängerung. Da kann man bei den Lakers ja das Nötige mit dem Nützlichen verbinden und mal unverbindlich schauen, ob das für die Zukunft passen würde. Ein bisschen wie bei Zalando - wenn es nicht gefällt, schickt man den Inhalt eben wieder zurück.


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Bully-Strafe kostet Lakers den Sieg

Simek gehörte bei seinem gestrigen Debüt durchaus zu den Aktivposten bei den Lakers. Seine Erfahrung von 444 Spielen in der National League kann Rappi durchaus helfen. Zum Sieg gegen Lugano reichte es trotz einer weitgehend starken Leistung des Teams trotzdem nicht. Die Lakers führten bis zur bis 57. Minute durch das fünfte Saisontor von Casey Wellman mit 1:0, doch dann kassierte Martin Ness eine unnötige Bully-Strafe und diesen Ausschluss nutzte Luganos Jani Lajunen zum späten 1:1. Und in der Verlängerung schlug auch noch Sandro Zangger zu. Den Lakers und seinen Genfer Leihspielern blieb am Ende nur der grosse Frust.

HCD verliert bei Ambühl-Jubiläum

Andres Ambühl hat in seiner Karriere schon wichtigere Partien bestritten als die gestern in Freiburg. Aber es passt zum Davoser, auf dem Eis auch mit 36 Jahren noch das zu machen, was er am besten kann: Unermüdlich kämpfen immer Vollgas geben – und das zum 1000. Mal in der National League. Diese Marke erreichten vor ihm erst zwölf Spieler, es sind grosse Namen wie Mathias Seger oder Reto von Arx. Zusammen mit diesem feierte er 2002 mit dem HCD seinen ersten Meistertitel, vier weitere folgten mit den Bündnern, einer mit dem ZSC.

Fribourg entscheidet Spiel im Powerplay

Gegen Gottéron hat der Jubilar viele Offensivszenen, einmal scheitert er am Pfosten. Sein HCD ist aber zu ineffizient, im 8. Spiel gibt es die 4. Niederlage. Fribourg dagegen trifft zweimal im Powerplay und macht so den Unterschied. Gottéron bleibt trotz des 4:2-Sieges Tabellenletzter und hat Verletzungssorgen: Stürmer Andrej Bykow muss bis zu sechs Wochen pausieren.

ZSC Lions - SCL Tigers 5:4 (0:0, 1:2, 3:2, 1:0) n.V.

8055 Zuschauer. - SR Urban/Vikman, Dreyfus/Kaderli.

- Tore: 24. Maxwell (DiDomenico, Pesonen/Ausschluss Dominik Diem) 0:1. 35. Glauser (DiDomenico/Ausschluss Hollenstein) 0:2. 38. Pettersson (Roe/Ausschlüsse Pesonen, Maxwell) 1:2. 43. Bodenmann (Krüger, Hollenstein/Ausschluss Berger) 2:2. 46. Leeger (Pesonen/Ausschlüsse Chris Baltisberger; Schmutz) 2:3. 55. Suter 3:3. 57. Bodenmann (Hollenstein, Krüger) 4:3. 59. Schmutz (Pesonen, Earl) 4:4. 63. (62:03) Krüger (Hollenstein, Geering) 5:4. - Strafen: je 6mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Roe; Pesonen.

ZSC Lions: Flüeler; Marti, Noreau; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Blindenbacher, Suter, Roe, Wick; Hollenstein, Krüger, Bodenmann; Pettersson, Prassl, Diem; Chris Baltisberger, Schäppi, Pedretti; Simic.

SCL Tigers: Punnenovs; Erni, Lardi; Glauser, Leeger; Cadonau, Schilt; Huguenin; Kuonen, Maxwell, Dostoinow; DiDomenico, Berger, Pesonen; Schmutz, Earl, Neukom; Andersons, Melnalksnis, Rüegsegger.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Ortio (überzähliger Ausländer), SCL Tigers ohne Blaser, Nolan Diem, Gagnon und In-Albon (alle verletzt). - Pfostenschuss Pettersson (29.). - Pesonen scheitert mit Penalty an Flüeler (58.).

Rapperswil-Jona Lakers - Lugano 1:2 (0:0, 1:0, 0:1, 0:1) n.V.

3750 Zuschauer. - SR Müller/Nikolic, Progin/Huguet.

- Tore: 29. Wellman (Hächler, Kristo) 1:0. 57. Lajunen (Fazzini/Ausschluss Ness) 1:1. 62. Zangger (Chorney) 1:2. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, keine gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Egli; Klasen.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Vukovic, Dufner; Maier, Hächler; Egli, Randegger; Antonietti, Gähler; Wellman, Rowe, Forrer; Clark, Schlagenhauf, Simek; Mosimann, Dünner, Kristo; Spiller, Ness, Casutt.

Lugano: Zurkirchen; Ohtamaa, Chorney; Chiesa, Jecker; Loeffel, Vauclair; Wellinger; Zangger, Lajunen, Klasen; Bürgler, Sannitz, Bertaggia; Fazzini, Romanenghi, Suri; Jörg, Haussener, Lammer; Vedova.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Rehak (gesperrt), Cervenka, Profico, Hüsler und Schweri, Lugano ohne Morini, Walker (alle verletzt) und Spooner (überzähliger Ausländer).

Fribourg-Gottéron - Davos 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)

5538 Zuschauer. - SR Lemelin/Mollard; Obwegeser/Wolf.

- Tore: 6. Mottet (Brodin, Schmutz) 1:0. 37. Tedenby 1:1. 39. Desharnais (Gunderson/Ausschluss Lindgren) 2:1. 42. Palushaj (Paschoud) 2:2. 45. Mottet (Gunderson/Ausschluss Stoop) 3:2. 60. (60:00) Stalberg 4:2. - Strafen: je 5mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Brodin; Lindgren.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Kamerzin, Furrer; Schneeberger, Stalder; Forrer, Marti; Rossi, Desharnais, Stalberg; Brodin, Walser, Mottet; Marchon, Schmutz, Lhotak; Lauper, Schmid, Vauclair.

Davos: Van Pottelberghe; Du Bois, Jung; Stoop, Guerra; Rantakari, Paschoud; Kienzle; Herzog, Ambühl, Eggenberger; Frehner, Marc Aeschlimann, Bader; Marc Wieser, Lindgren, Baumgartner; Palushaj, Corvi, Tedenby; Meyer.

Bemerkungen: Fribourg ohne Sprunger und Bykow, Davos ohne Nygren, Dino Wieser, Hischier und Buchli (alle verletzt). 1000. NLA-Spiel von Ambühl. Pfostenschuss Herzog (9.). Timeouts: Fribourg (60.); Davos (53.). Davos ab 58:05 ohne Torhüter.

mal/te/phm

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