Zum Hauptinhalt springen

Bildstrecke: Wikipedia-Manipulationen

Das Mitmachlexikon wird am 15. Januar zehn Jahre alt. Weltweit sind fast 18 Millionen Artikel in rund 270 Sprachen entstanden. Einige von ihnen wurden auch gefälscht oder geschönt. Wir zeigen die bekanntesten Fälle.

Erst vor zehn Jahren, am 15. Januar 2001, wurde die erste Version in den USA gestartet. Wie aus dem Nichts sind seitdem weltweit fast 18 Millionen Artikel in rund 270 Sprachen entstanden.
Erst vor zehn Jahren, am 15. Januar 2001, wurde die erste Version in den USA gestartet. Wie aus dem Nichts sind seitdem weltweit fast 18 Millionen Artikel in rund 270 Sprachen entstanden.
Reuters
Das von den Lesern selbst verfasste Online-Lexikon hat bei einem Qualitätstest 2007 besser abgeschnitten als die Internet-Ausgabe des Brockhaus.
Das von den Lesern selbst verfasste Online-Lexikon hat bei einem Qualitätstest 2007 besser abgeschnitten als die Internet-Ausgabe des Brockhaus.
Keystone
Im Februar 2009 berichtete die britische BBC, dass der damalige Premierminister Gordon Brown in einer Rede ein falsches Alter des Malers Tizian genannt haben soll. Dafür kritisierte ihn der konservative Oppositionsführer im Unterhaus. Die Wikipedia bestätigte aber die Angaben Browns, sodass ein Mitarbeiter der Opposition den entsprechenden Eintrag wiederum schnell abänderte.
Im Februar 2009 berichtete die britische BBC, dass der damalige Premierminister Gordon Brown in einer Rede ein falsches Alter des Malers Tizian genannt haben soll. Dafür kritisierte ihn der konservative Oppositionsführer im Unterhaus. Die Wikipedia bestätigte aber die Angaben Browns, sodass ein Mitarbeiter der Opposition den entsprechenden Eintrag wiederum schnell abänderte.
Keystone
1 / 7

Das Mitmachlexikon wird am 15. Januar zehn Jahre alt (Redaktion Tamedia berichtete). Weltweit sind fast 18 Millionen Artikel in rund 270 Sprachen entstanden. Immer wieder wurden auch Beiträge gefälscht oder geschönt. Wir stellen die bekanntesten Manipulationen vor.

In dem Artikel über den amerikanischen Journalisten John Seigenthaler Sr. stand im Jahr 2005 mehrere Monate lang zu lesen, dass dieser in Verbindung mit den Morden an John F. Kennedy und dessen Bruder Robert gestanden haben soll. Jemand hatte sich einen Scherz erlaubt und die falschen Angaben eingefügt.

Im Mai 2005 manipulierten offenbar Bundestagsmitarbeiter den Artikel über den CDU-Spitzenkandidaten im NRW-Wahlkampf, Jürgen Rüttgers. Sie strichen negative Passagen.

Der schottische Call-Center-Angestellte Alan Mcilwraith legte im Oktober 2005 einen Wikipedia-Artikel über sich selbst an und behauptete, ein hochdekorierter Kriegsheld zu sein. Im April 2006 deckte eine Zeitung den Schwindel auf. Der Artikel existiert noch heute.

Im November 2005 wurde bekannt, dass in der deutschsprachigen Wikipedia fast der gesamte Bereich Philosophie mit Artikeln aus älteren DDR-Lexika gefüllt worden war, die die marxistisch-leninistische Staatsphilosophie wiedergaben.

Wegen Pädophilie soll der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg ein Jahr im Gefängnis gesessen haben. So stand es im November 2005 einen Tag lang in der englischsprachigen Wikipedia.

Der Schweizer Informatikprofessor Bertrand Meyer starb laut Wikipedia am Heiligen Abend 2005. Nach fünf Tagen wurde der Fehler entdeckt. Es soll sich um einen Studentenscherz gehandelt haben.

Im Mai 2006 stellte sich heraus, dass der Siemens-Konzern den Eintrag über den damaligen Vorstandschef Klaus Kleinfeld schönschreiben wollte. So wurde seine Rolle beim Verkauf der Handy-Sparte positiver dargestellt.

Mehr als zehn Monate existierte in der englischsprachigen Wikipedia ein Artikel über die Insel Porchesia vor der syrischen Küste. Im September 2006 flog der Schwindel auf.

Nach der Ernennung Karl-Theodor zu Guttenbergs zum Bundeswirtschaftsminister im Februar 2009 ergänzte ein anonymer Nutzer dessen Vornamen. Der falsche Wilhelm wurde von zahlreichen Medien übernommen.

Im Februar 2009 berichtete die britische BBC, dass der damalige Premierminister Gordon Brownin einer Rede ein falsches Alter des Malers Tizian genannt haben soll. Dafür kritisierte ihn der konservative Oppositionsführer im Unterhaus. Die Wikipedia bestätigte aber die Angaben Browns, sodass ein Mitarbeiter der Opposition den entsprechenden Eintrag wiederum schnell abänderte.

dapd/rek

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch