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Frage des Tages: UBS wieder auf Kurs?

Die UBS erwirtschaftete im Jahr 2010 einen Gewinn von 7,2 Milliarden Franken. Somit ist die Schweizer Grossbank zum ersten Mal seit drei Jahren wieder in den schwarzen Zahlen.

Verzeichnet fürs Gesamtjahr einen Netto-Geldabfluss von 14,3 Milliarden Franken: Die UBS, Hauptsitz an der Zürcher Bahnhofstrasse.
Verzeichnet fürs Gesamtjahr einen Netto-Geldabfluss von 14,3 Milliarden Franken: Die UBS, Hauptsitz an der Zürcher Bahnhofstrasse.
Keystone

Die UBS hat im vergangenen Jahr 7,16 Milliarden Franken Gewinn erzielt und damit zum ersten Mal seit 2006 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Obwohl der Bank inzwischen unter dem Strich wieder Kundengelder zufliessen, ist beim Neugeld noch keine klare Trendwende sichtbar.

Nach drei Jahren Verlust legt die UBS wieder einen Milliardengewinn vor. Im Vorjahr hatte die UBS einen Verlust von 2,74 Milliarden Franken anmelden müssen. «Alle Sparten haben eine gewisse Verbesserung gezeigt», sagte Finanzchef John Cryan am Dienstag während einer Telefonkonferenz.

Die Investmentbank erzielte im vierten Quartal einen Vorsteuergewinn von 75 Millionen Franken, nachdem im Quartal davor ein Verlust von 406 Millionen Franken in die Bücher geschrieben werden musste. Die Sparte konnte zwar ihren Ertrag steigern, sieht sich aber aufgrund der weltwirtschaftlichen Lage schwankungsanfälligen Märkten ausgesetzt.

Euro und Dollar belasten

In der Vermögensverwaltung schlagen sich die globalen Währungsprobleme nieder. Die Höhe der verwalteten Kundenvermögen ging zwischen Ende September und Ende Dezember trotz guter Erträge aus den Finanzmärkten von 2,18 Billionen Franken auf 2,15 Billionen Franken zurück, was laut UBS an der Schwäche von Euro und Dollar zum Franken liegt.

Nachdem die Bank im dritten Quartal 1,2 Milliarden Kundenvermögen dazugewinnen konnte, flossen ihr im vierten Quartal netto 7,1 Milliarden Franken zu. Damit ergibt sich für das Gesamtjahr noch ein Kundengeldabfluss von netto 14,3 Milliarden Franken. 2009 hatten Kunden unter dem Strich 147,3 Milliarden Franken abgezogen.

Die Zuflüsse im vierten Quartal kamen vor allem aus Asien und den aufstrebenden Schwellenländern. Auch die Vermögensverwaltung in Nord- und Südamerika sammelte Kundengelder ein. Dazu kommen die Multimillionäre, so genannte Ultra-High-Net-Worth-Individuals, welche der UBS Vermögenswerte anvertrauen.

In Europa kämpft die Bank aber immer noch um das Kundenvertrauen. Die Sparte Wealth Management, die auch vermögende Kunden in Europa betreut, habe nur «sehr geringe» Mengen Neugeld entgegengenommen, nachdem sie im dritten Quartal einen Neugeldzufluss von 1 Milliarden Franken verzeichnet habe, so die UBS.

Kleinerer Bonus-Pool

Ihre Kapitalbasis stärkte die UBS weiter: Die Kernkapitalquote nach Tier-1 hob sie im Verlauf des vierten Quartals von 16,7 Prozent auf 17,7 Prozent.

Weiter gab die Bank bekannt, dass der Pool für Bonuszahlungen um 10 Prozent auf 4,3 Milliarden Franken reduziert worden und die Boni - gemäss den neuen Anforderungen der Eidg. Finanzmarktaufsicht (Finma) - zu über einem Drittel erst zu einem späteren Zeitpunkt ausgerichtet werden. Die tatsächliche Höhe der Boni hängt damit auch noch von der Entwicklung des Aktienkurses der UBS ab.

Der Personalbestand der grössten Schweizer Bank war Ende 2010 mit weltweit 64'617 Vollzeitstellen einige hundert Stellen tiefer als ein Jahr zuvor.

SDA/mrs

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