Zum Hauptinhalt springen

Bödeli: Neue HotlineTelefonische Hilfe für alle

Das Regionale Führungsorgan Jungfrau stellt ein neues Beratungstelefon auf die Beine. Bis zu 40 Telefonistinnen und Telefonisten sind ab Mittwochabend 18 Uhr für die Bevölkerung da.

Telefonistinnen und Telefonisten werden von BZI-Fachlehrerin Lisa Randazzo (links) auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie stehen ab Mittwoch 18 Uhr der Bevölkerung mit Rat zur Verfügung.
Telefonistinnen und Telefonisten werden von BZI-Fachlehrerin Lisa Randazzo (links) auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie stehen ab Mittwoch 18 Uhr der Bevölkerung mit Rat zur Verfügung.
Foto: Bruno Petroni

Ab Mittwoch 18 Uhr läuft sie, die neue regionale Corona-Hotline für Sorgen, Fragen und Anliegen aller Art. Eingerichtet wird diese Dienstleistung von den elf Gemeinden des Regionalen Führungsorgans (RFO); die da sind: Leissigen, Därligen, Interlaken, Matten, Unterseen, Habkern, Beatenberg, Ringgenberg, Niederried, Bönigen und Iseltwald. Sie soll Bürgern jeden Alters beistehen, wenn diese nicht mehr weiter wissen. «Es gibt immer noch viele Leute, die keinen Zugang zum Internet haben», sagt der Mattner Gemeindepräsident und derzeitige RFO-Präsident Peter Aeschimann. Die Hilfstelefonlinie 033 5520552 werde rund um die Uhr betreut, «denn erfahrungsgemäss entstehen häusliche Gewalt und Konflikte oft gerade nachts», so Aeschimann. So sollen über die Corona-Helpline Bödeli Anrufer an die richtigen Stellen weitervermittelt werden.

Am Dienstag wurden in den grosszügigen Räumen der Aeschimann Automationssysteme AG am Flugplatz Matten 40 Telefonistinnen und Telefonisten auf ihre Aufgabe vorbereitet. Dies in Gruppen bis zu fünf Personen, um die nötige, zurzeit angebrachte Distanz zueinander zu gewährleisten. Der in Bönigen wohnhafte Jurist Urs Niederhauser hat die Gesamtleitung, und die Instruktion obliegt der BZI-Fachlehrerin und Mattner Vize-Gemeindepräsidentin Lisa Randazzo. Die Manuals und Leitfäden wurden in kürzester Zeit von Sabina Stör, Annette Marti und Andreina Mark ausgearbeitet.

«Die Idee zu dieser Hotline in Ergänzung zu den üblichen Notfallnummern kam uns bei unserem Gemeindepräsidententreffen vor zwei Wochen, wo wir uns einig waren, dass wir etwas unternehmen müssen. Lieber kehren wir zu viel vor als zu wenig», sagt Urs Graf, Gemeindepräsident von Interlaken. Ziel der Aktion ist es, Polizei und Spitäler zu entlasten und für Menschen da zu sein, welche sich in der schweren Zeit nicht zu helfen wissen. «Wir haben keine Ahnung, wie stark die Hotline von den Bürgern gebraucht werden wird. Aber seien wir uns bewusst, dass der Peak der Pandemie noch nicht bei uns im Oberland angekommen ist, und seien wir parat für alle erdenklichen Fälle», sagt Peter Aeschimann.

Urs Niederhauser bereitet die Telefonistinnen und Telefonisten auf die verschiedenen zu erwartenden Szenarien vor.
Urs Niederhauser bereitet die Telefonistinnen und Telefonisten auf die verschiedenen zu erwartenden Szenarien vor.
Foto: Bruno Petroni