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Grausiger Fund in PlasselbTote Katzen im Bachbett

Unbekannte haben in Plasselb drei Katzen in Plastiksäcke gesteckt und in einen Bach geworfen. Ob ein Katzenhasser am Werk war?

Darin befanden sich die Kadaver von toten Katzen.
Darin befanden sich die Kadaver von toten Katzen.
pd/FN
Die Katzen gehören Manuela Siffert. Die Katzenliebhaberin und Tierfreundin engagiert sich mit zwei anderen Frauen im Sense-Oberland für herrenlose und kranke Katzen.
Die Katzen gehören Manuela Siffert. Die Katzenliebhaberin und Tierfreundin engagiert sich mit zwei anderen Frauen im Sense-Oberland für herrenlose und kranke Katzen.
pd/FN
An einer schwer zugänglichen Stelle entdeckte Marcel Brügger drei Kehrichtsäcke.
An einer schwer zugänglichen Stelle entdeckte Marcel Brügger drei Kehrichtsäcke.
pd/FN
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Marcel Brügger hat einen grausigen Fund gemacht. Auf seinem gewohnten Spaziergang am Bach nahe des Schützenhauses in Plasselb gab seine Katze, die ihn begleitete, ungewöhnliche Laute von sich. Dies habe ihn veranlasst hinunterzuschauen, erzählt er.

Mitten im Bachbett sah er an einer unzugänglichen Stelle drei schwarze Abfallsäcke liegen. Weil er davon ausging, dass jemand hier illegal seinen Kehricht entsorgt hatte, ging er fürs erste weiter. Doch die Sache liess ihm keine Ruhe.

Zwei Tage später machte er sich die Mühe, mit einer Leiter den Hang hinunterzuklettern und die drei Säcke genauer unter die Lupe zu nehmen. «Ich habe aus der Nähe gesehen, dass in den Säcken wohl Tierkörper stecken.» Und tatsächlich: In zwei Säcken fand er zwei verendete Katzen. Der dritte Sack war leer, aber zerfetzt. «Diese Katze konnte sich wohl befreien.

Marcel Brügger informierte die Gemeindeverwaltung, diese wiederum zog den Wildhüter bei. Die genaue Todesursache liess sich zwar nicht ermitteln. Eine erste Untersuchung ergab aber, dass die Katzen wohl nicht erschossen worden sind, und auch die Kehle wurde ihnen nicht durchgeschnitten. Möglicherweise kamen die Tiere auf andere Art ums Leben, bevor sie in den Sack gesteckt wurden. Oder sie verendeten darin.

Die Katzen gehören Manuela Siffert. Die Katzenliebhaberin und Tierfreundin engagiert sich mit zwei anderen Frauen im Sense-Oberland für herrenlose und kranke Katzen. Vor allem setzen sie sich dafür ein, dass möglichst viele Katzen kastriert werden.

Diese Freiwilligenarbeit verrichten die drei Frauen aus Tierliebe, um zu verhindern, dass die Zahl der herrenlosen Katzen zunimmt. «Es gibt aber viele, die nicht gutheissen, was wir tun», sagt Manuela Siffert. Ob die Tat am Ende gegen sie und ihre Mitstreiterinnen gerichtet sei? Oder ob einfach ein Katzenhasser zugeschlagen habe?

So oder so ist für Manuela Siffert klar, dass sie nicht einfach über die Tat hinweg gehen kann und will. «Ich werde Strafklage gegen Unbekannt einreichen», sagt sie. Die Chancen, den Täter zu ermitteln, sind wohl nicht sehr gross. Es geht ihr aber um das Prinzip.