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Einsatz gegen Syriens MachthaberTrump hätte Assad «lieber ausgeschaltet»

Wenn er gewollt hätte, hätte er den syrischen Präsidenten töten können, sagt US-Präsident Trump. Doch sein Verteidigungsminister Mattis sei dagegen gewesen.

«Lasst uns ihn verdammt nochmal töten»: US-Präsident Donald Trump wollte den syrischen Machthaber Baschar al-Assad ausschalten, sein General Mattis aber war dagegen.
«Lasst uns ihn verdammt nochmal töten»: US-Präsident Donald Trump wollte den syrischen Machthaber Baschar al-Assad ausschalten, sein General Mattis aber war dagegen.
Foto: David Paul Morris (Getty Images)

US-Präsident Donald Trump hat erstmals bestätigt, dass er den syrischen Machthaber Baschar al-Assad schon 2017 töten lassen wollte. Lediglich sein damaliger Verteidigungsminister James Mattis habe sich diesem Vorhaben widersetzt, erklärte Trump am Dienstag dem Sender Fox News. «Ich hätte ihn lieber ausgeschaltet. Ich hatte ihn schon so weit», sagte Trump. «Aber Mattis wollte es nicht tun.» Im gleichen Atemzug bewertete er Mattis in der Sendung «Fox & Friends» als «höchst überbewerteten General».

Trump wurde angesprochen auf eine Passage in dem Buch «Fear» (Angst) des Autors Bob Woodward. Darin heisst es: «Lasst uns ihn verdammt nochmal töten. Lasst uns hineingehen. Lasst uns, verdammt nochmal, eine Menge von ihnen töten.»

Mit diesem Bekenntnis widerlegte Trump eigene Aussagen zu Attentatsplänen gegen Assad aus dem Jahr 2019. Damals hatte Trump einer Passage aus einem Buch eines Reporters der «Washington Post» über mögliche Anschlagspläne gegen den syrischen Machthaber energisch widersprochen. Ein Anschlag sei «nicht einmal besprochen worden», sagte der US-Präsident damals.

«War gegen das meiste von dem Zeug»: Trumps ehemaliger Verteidigungsminister James Mattis (links), von Trump als «höchst überbewerteten General» bezeichnet, während eines Briefings im Weissen Haus im Oktober 2018.
«War gegen das meiste von dem Zeug»: Trumps ehemaliger Verteidigungsminister James Mattis (links), von Trump als «höchst überbewerteten General» bezeichnet, während eines Briefings im Weissen Haus im Oktober 2018.
Foto: Al Drago/Bloomberg (Getty Images)

Er bedaure nicht, dass es nicht zu einem Angriff auf Assad gekommen sei, sagte Trump weiter in seinem Gespräch mit Fox. Er hätte aber «damit leben können», fügte er hinzu. «Ich habe ihn sicherlich nicht als guten Menschen betrachtet, aber ich hätte ihn ausschalten können, wenn ich gewollt hätte, aber Mattis war dagegen.» Mattis sei «gegen das meiste von dem Zeug» gewesen.

Trump erinnerte daran, dass nach dem Rücktritt Mattis’ 2018 zwei führende Extremisten bei US-Angriffen getötet wurden. Der Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat, Abu Bakr al-Bagdadi, starb 2019, in diesem Jahr wurde der iranische General Ghassem Soleimani getötet. «Ich habe Soleimani ausgeschaltet, habe al-Bagdadi ausgeschaltet», sagte Trump. «Das waren zwei der grössten Terroristen.»

Syriens Regierung verurteilt Trumps Anschlagspläne gegen Assad

Syriens Regierung hat Anschlagspläne von US-Präsident Donald Trump gegen Machthaber Baschar al-Assad scharf kritisiert. Trumps Aussagen machten deutlich, auf welches Niveau das politische Denken und Handeln der US-Regierung gesunken sei, hiess es am Mittwoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Sana aus dem syrischen Aussenministerium. Sie legten ein «Regime von Banditen» offen, die «Verbrechen begehen, um ihre Ziele zu erreichen».

Trump hatte am Dienstag in einem Interview erstmals bestätigt, dass er Assad 2017 töten lassen wollte. Lediglich sein damaliger Verteidigungsminister James Mattis habe sich diesem Vorhaben widersetzt, erklärte Trump dem Sender Fox News.

Mit diesem Bekenntnis widerlegte Trump eigene Aussagen aus dem Jahr 2019. Damals hatte Trump einer Passage aus einem Buch eines Reporters der «Washington Post» über mögliche Anschlagspläne gegen den syrischen Machthaber energisch widersprochen. Ein Anschlag sei «nicht einmal besprochen worden», sagte der US-Präsident damals.

SDA/oli