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Geiseldrama in MaliUnd dann fiel hinter der Düne ein Schuss

War sie unglaublich leichtsinnig? Oder unglaublich mutig? Beatrice Stöckli aus Basel ging als Missionarin an einen der gefährlichsten Orte der Welt, wurde gekidnappt und wahrscheinlich ermordet. Rekonstruktion eines Lebens jenseits jeder Norm.

Die Schweizer Missionarin Beatrice Stöckli. «Pionierhaft» wurde sie genannt. Aber auch «stur».
Die Schweizer Missionarin Beatrice Stöckli. «Pionierhaft» wurde sie genannt. Aber auch «stur».
Foto: Keystone

Ihre Leiche wurde bis jetzt nicht gefunden. Es gibt nur die Zeugenaussage einer 75-jährigen Französin, die letzte Woche in Mali von einer islamistischen Terrorgruppe freigelassen wurde.

Die Frau heisst Sophie Pétronin. Zurück in Frankreich, sitzt sie am 9. Oktober mit Präsident Emmanuel Macron auf einem Sofa und erzählt ihm davon, wie sie ihre dreieinhalbjährige Geiselhaft überstanden hat. Plötzlich platzt es aus ihr heraus: «Für die Schweizerin ist es zu spät.»

Die Schweizerin, das ist Beatrice Stöckli aus Basel. Über drei Jahre lang haben die zwei Frauen ihr Schicksal geteilt. Beide sind in Mali von Islamisten entführt worden, Stöckli im Januar 2016, Pétronin im Februar 2017. Mit anderen Geiseln werden sie kreuz und quer durch die Sahara geschleppt, jahrelang. Bis es Anfang September, nur einen Monat vor Pétronins Befreiung, zum Drama kommt.

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