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Die Saisonziele verfehltUnd jetzt noch Corona bei Regez

Skicrosser Ryan Regez erlebt einen schwierigen Februar. Der 28-Jährige aus Wengen patzte diesen Monat an der WM, und nun bremst ihn eine Corona-Erkrankung aus.

Ryan Regez war an der WM in Idre Fjäll lange schnell unterwegs.
Ryan Regez war an der WM in Idre Fjäll lange schnell unterwegs.
Foto: Keystone

«Ich will Weltmeister werden.» Ryan Regez hat vor der Saison seine Ziele klar definiert. Der Auftritt Mitte Monat in Idre Fjäll missriet dann jedoch. Der Oberländer führte seinen Achtelfinal-Lauf lange souverän an, bevor er im Schlussteil nach einem kleinen Fehler massiv an Geschwindigkeit einbüsste, noch von zwei Konkurrenten überholt wurde und schliesslich ausschied. «Das war sehr bitter. Ich habe auf diesen Grossanlass hingearbeitet, hatte Ambitionen, die Form stimmte», erzählt Regez.

Besonders hart: Die Entscheidung stand erst nach Konsultation des Fotofinishs fest. Bereits zum dritten Mal hatte in diesem Winter das Zielfoto bei ihm entscheiden müssen. Und jedes Mal war es zu seinem Nachteil. Hätte Regez in Schweden einen etwas grösseren Handschuh getragen, wäre er als Zweiter eine Runde weitergekommen, derart knapp war die Angelegenheit. «Das ist wirklich extrem hart. Aber ich muss das akzeptieren.»

In Isolation

«Ich will den Gesamtweltcup gewinnen.» Auch das war eines seiner Ziele. Dreimal stand er diesen Winter als Zweiter auf dem Podest. In der Gesamtwertung liegt er auf dem dritten Zwischenrang. «Der Sieg ist weg», macht sich Regez bei einem Rückstand von mehr als 200 Punkten auf den kanadischen Leader Reece Howden keine Illusionen mehr. Vergangene Woche scheiterte er auf der Reiteralm sogar in der Qualifikation. «Das war ein weiterer Dämpfer.» Das Rennen verfolgte der Wengener dann am Freitag als Co-Kommentator im SRF-Studio. «Eine interessante Erfahrung, diese Arbeit gefällt mir und könnte vielleicht nach der Aktivkarriere eine Option werden.»

«Ich will der Beste sein.» Gerne hätte er in den verbleibenden drei Rennen noch versucht, seinen vierten Weltcupsieg zu realisieren. Doch zumindest auf den Start diese Woche in Georgien muss er verzichten. Regez wurde vor dem Abflug am Montag positiv auf Covid-19 getestet und befindet sich in Isolation. «Ich habe nur leichte Symptome», meldet er. Doch trotz all diesen Rückschlägen im Februar ist der Modellathlet weit davon entfernt, Trübsal zu blasen. «Ich bin weder hässig noch verbittert. Solche negative Emotionen bringen mir nichts. Ich bin weiterhin sehr motiviert und arbeite daran, mich zu verbessern.» An seinen Ambitionen rüttelt Regez auch in Zukunft nicht. Unmissverständlich betont er: «Ich will der Beste sein.»