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Wiki verliert gegen ChurUnerwartete Niederlage und eine persönliche Bestmarke

Wiki-Münsingen hat gegen Schlusslicht Chur überraschend 3:5 verloren. Für Stürmer Mischa Lüthi war es dennoch ein besonderes Spiel.

Mischa Lüthi (rechts) hat sich im Team von Wiki-Münsingen etabliert.
Mischa Lüthi (rechts) hat sich im Team von Wiki-Münsingen etabliert.
Manuel Zingg

Das für einen Spieler etwas spezielle Tor fiel in der 42. Minute. Noel Waber gelang für Wiki-Münsingen gegen den EHC Chur der Anschlusstreffer zum 2:3, Mischa Lüthi war der Passgeber. Und damit stellte der 24-Jährige eine neue persönliche Bestmarke auf. Bereits im Oktober weist er mehr Skorerpunkte auf als in der gesamten letzten Saison.

«Das wusste ich gar nicht». sagte er nach dem Spiel. Drei Treffer und einen Assist hatte er sich in der vergangenen Saison gutschreiben lassen. Nun steht Lüthi nach acht Spielen bei drei Toren und zwei Assists. «Ich habe mehr Selbstverstrauen, es läuft mir besser», erklärt der Stürmer. «Vielleicht liegt es auch an meinen neuen Linienpartnern.»

Aus der 2. Liga in die MSL

2018/19 hatte Lüthi noch in der 2. Liga für Wikis Partnerteam Freimettigen gespielt. Dann erfolgte der Wechsel zu den Aaretalern. «In der ersten Saison galt es, den Anschluss an die MSL zu finden, das Tempo mithalten zu können»» erzählt Lüthi. «Für die laufende Spielzeit setzte ich mir dann andere Ziele. Zum Beispiel mehr Skorerpunkte, oder eine andere Rolle im Team zu erhalten.»

Das hat Lüthi geschafft. Obwohl die Situation wegen Corona nicht einfach ist. Plötzlich höre man, dass in irgendeinem Team wieder ein Spieler positiv getestet worden sei. «Dann kommt es zu Spielverschiebungen. Das ist nicht lustig», sagt er. Weniger Mühe hat Lüthi damit, dass man sich – auch im Sportzentrum Sagibach - fast nur noch mit Maske bewegen darf. «Ich arbeite auf dem Bau, dort herrscht ebenfalls Maskenpflicht.»

Chur jubelt, Wikis Torhüter Fabian Zaugg ist bezwungen. Für die Aaretaler lief es gegen die Bündner nicht nach Wunsch.
Chur jubelt, Wikis Torhüter Fabian Zaugg ist bezwungen. Für die Aaretaler lief es gegen die Bündner nicht nach Wunsch.
Foto: Manuel Zingg

Plötzlich eingebrochen

Sein bisher bestes Spiel in der laufenden Meisterschaft glückte Lüthi beim 3:2-Sieg nach Penaltyschiessen zu Hause gegen Aufstiegskandidat Basel. Lüthi erzielte das 1:0 und verwandelte den entscheidenden Penalty. Eine Woche später lief es mit der 3:5-Heimniederlage gegen Schlusslicht Chur weit weniger erfreulich. Dabei sah es vorerst nicht nach einem erfolglosen Abend aus. Stefan Baumgartner schoss das Heimteam nach einer Minute und zehn Sekunden in Front.

«Wir sind gut gestartet und haben gespürt, dass wir besser sind als Chur», beschreibt Lüthi den Spielverlauf. Doch plötzlich brach alles wie ein Kartenhaus in sich zusammen. «Wir kamen nicht mehr sauber hinten heraus, leisteten uns zu viele Eigenfehler, und plötzlich rannten wir einem Rückstand hinterher», benennt der Stürmer die Dinge, die falsch liefen.

Die auf einmal selbstbewusst auftretenden Churer liessen Wiki nur noch herankommen – mehr nicht. Martin Baltisbergers Treffer zum 3:5 knapp fünf Minuten vor Schluss war bloss noch Resultatkosmetik. «Wir müssen diese Partie schnell abhaken», sagt Lüthi. Das sei nicht das wahre Wiki gewesen. «Wir wissen was wir können und wie wir es können.»