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Häusliche Gewalt während Corona«Unsere ambulanten Beratungsstellen sind überlastet»

Christine Meier von der Stiftung gegen Gewalt an Frauen und Kindern erklärt, warum der grosse Ansturm erst nach dem Lockdown kam – und wie auch einer positiv getesteten Frau geholfen werden konnte.

Die Beratungsstelle Vista in Thun hatte bis Ende September 34 Prozent mehr Anfragen als im Vorjahr. Das entspricht 310 Fällen im Vergleich zu 232 Fällen 2019.
Die Beratungsstelle Vista in Thun hatte bis Ende September 34 Prozent mehr Anfragen als im Vorjahr. Das entspricht 310 Fällen im Vergleich zu 232 Fällen 2019.
Foto: Getty Images/iStockphoto

Frau Meier, viele Anfragen bei Ihnen kamen erst nach dem Lockdown. Wieso das?

Während des Lockdown war häusliche Gewalt täglich ein Thema in den Medien. Oft wurde thematisiert, welche Angebote es gibt und wo man sich melden muss. So konnten Betroffene nach dem Lockdown reagieren. Es ist also gut denkbar, dass sich während des Lockdown viele Spannungen aufgebaut haben, bei denen sich erst danach die Chance bot, sich davon zu befreien. Wir haben aber keine erhärteten Zahlen, dass es während des Lockdown mehr häusliche Gewalt gegeben hat. Jedoch gingen wir für diese Zeit von einem stärkeren Ansturm aus.

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